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Lisa Nippgen

„Es ist Olympia, das ist das Größte“

Am Ludwigsburger Otto-Hahn-Gymnasium bekommen Talente aus der Region die Chance, Leistungssport und Schule unter einen Hut zu bekommen. Die ehemalige Schülerin und kommende Olympiateilnehmerin Lisa Nippgen sprach gestern mit Vertretern der Sportbegabtenklasse über ihre Erfahrungen.

Stolz auf das Erreichte: Maren Metelka (Koordinatorin Sportbegabtenklasse), Lisa Nippgen, Trainer Marko Lindner (von links). Foto: Baumann
Stolz auf das Erreichte: Maren Metelka (Koordinatorin Sportbegabtenklasse), Lisa Nippgen, Trainer Marko Lindner (von links). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die Teilnahme an Olympischen Spielen ist der Traum aller Leistungssportler. Nach jahrelanger harter Arbeit steigt der Stresspegel vor der Abreise an. Neben der üblichen Aufregung verlangen in diesem Jahr vor allem die vielen Einschränkungen aufgrund der Coronapandemie den Sportlerinnen und Sportlern einiges ab, um bei den Spielen vom 23.Juli bis zum 8. August in Tokio dabei zu sein. Die aus Schwieberdingen stammende Sprinterin Lisa Nippgen hat sich gestern dennoch viel Zeit genommen, um ihre frühere Schule zu besuchen. Am Ludwigsburger Otto-Hahn-Gymnasium sprach sie mit Schülern der Sportbegabten-Klasse und beantwortete dabei Fragen über die Herausforderungen des Profisportler-Daseins.

„Ich fand es schön, dass so etwas für mich veranstaltet wird, darum wollte ich auch unbedingt kommen“, sagte die 24-Jährige vor der Fragerunde. Am Montag reist die ehemalige Athletin des LAZ Ludwigsburg nach Japan. Zwei Wochen bleibt das Leichtathletikteam im Trainingslager in Miyasaki, ehe es ins olympische Dorf nach Tokio geht. Für die Einreise sind laut Nippgen unter anderem zwei negative PCR-Tests sowie die Installation einer Gesundheits-App und einer Kontaktverfolgungs-App auf dem Smartphone notwendig.

Nippgen wurde unter Stadtverbandstrainer Marko Linder beim LAZ Ludwigsburg vom Talent zur Spitzenathletin ihrer Altersklasse geformt. „Ab und zu gehe ich noch zu Marko ins Training, und mir war es auch wichtig, Mitglied beim SKV Eglosheim zu bleiben“, betonte Nippgen.

Seit 2019 startet sie für die MTG Mannheim, wo sie an der Universität Unternehmens-Jura studiert. Nach starken Leistungen wurde sie als Ersatzläuferin für die 4x100-Meter-Staffel nominiert. Dabei hätte ein Faszienriss im Januar den Traum fast platzen lassen. Doch gerade rechtzeitig wurde Nippgen wieder fit und rutschte dank starker Leistungen ins Sprintteam.

Ein Werdegang, der die Schülerinnen und Schüler beeindruckte, darunter Leichtathleten, Basketballer und Hockeyspieler der Klassenstufen acht bis zehn. Die Fragen sprudelten geradezu aus ihnen heraus, zum Beispiel:

Wie hast du reagiert, als du von deiner Nominierung erfahren hast?

Lisa Nippgen: Ich habe mich gefreut, weil die Olympia-Teilnahme ein Kindheitstraum war.

Wie motivierst du dich?

Es macht mir großen Spaß, deswegen habe ich keine Motivationsprobleme. Und wenn es mal nicht so viel Spaß macht, muss man da einfach durch.

Hast du Rituale vor dem Wettkampf?

Am Abend davor möchte unser Trainer immer, dass wir Steak essen. Beim Wettkampf ist immer mein Glücksesel dabei und davor muss ich einen Babybrei essen.

Was würdest du jungen Sportlern raten?

Glaubt an euch, es wird sich auszahlen.

Ist das Gefühl vor Tokio anders als vor bisherigen Wettkämpfen?

Es ist Olympia, das ist das Größte und auf jeden Fall etwas Besonderes.

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