Logo

2. Bundesliga Süd

HCL fordert gleich die Favoriten

Mit perspektivischen Verstärkungen und einer eingespielten Hockeymannschaft startet der HC Ludwigsburg am Wochenende mit einem doppelten Heimspieltag in die 2. Bundesliga Süd. Das Ziel heißt erst einmal Klassenverbleib, doch Trainer Daniel Weißer hält auch Rang drei für möglich.

Der Feinschliff: In der letzten Trainingswoche hat Trainer Daniel Weißer mit seinem Team vor allem am defensiven Umschaltverhalten gearbeitet.Fotos: Baumann
Der Feinschliff: In der letzten Trainingswoche hat Trainer Daniel Weißer mit seinem Team vor allem am defensiven Umschaltverhalten gearbeitet. Foto: Baumann

Ludwigsburg.. Trainer Daniel Weißer erscheint braun gebrannt und gut gelaunt zum Gespräch auf dem Vereinsgelände in der Fuchshofstraße. Ein deutliches Zeichen: Es ist Feldsaison beim Hockeyclub Ludwigsburg. Am Wochenende startet mit einem doppelten Heimspieltag die 2. Bundesliga Süd. Erst ist heute um 16 Uhr der SC Frankfurt 1880 zu Gast, dann am Sonntag um 15 Uhr der Münchner SC.

„Das sind wahrscheinlich die einzigen beiden Titelkandidaten“, sagt Weißer zum harten Auftaktprogramm des HCL. Dagegen vermutet der Coach, dass der Aufsteiger Berliner SC Probleme bekommen könnte. „Dann bleiben sieben Teams übrig, die um den Klassenverbleib spielen“, rechnet er vor. Zwei oder drei Teams steigen ab, je nachdem wie viele Mannschaften aus dem südlichen Einzugsgebiet aus der Bundesliga absteigen. „Ich gehe davon aus, dass es bis zum vorletzten Spieltag spannend sein wird“, schätzt Weißer, der in seine siebte Saison beim HCL geht. „Im besten Fall will ich der Beste von diesen sieben Teams sein. Dann wären wir Dritter und das wäre ein gigantisches Ergebnis.“

Um dafür gerüstet zu sein, hat Ludwigsburg drei junge Talente verpflichtet. Vor allem der 19-jährige Nicolas Vogt könnte dabei sofort eine Verstärkung sein. Der Stürmer spielte zuvor in der Regionalliga Nord beim Klipper THC, mit dem er die Meisterschaft feierte. Nun beginnt Vogt ein Studium in Stuttgart. Von den Black Boys Genf wechselt Nils Honhon in die Barockstadt, wo er beim HCL eine FSJ-Stelle (Freiwilliges soziales Jahr) antritt. Bereits als 15-Jähriger wurde Honhon im Schweizer U 16-Nationalteam von Weißer trainiert. Als dritter Zugang kehrt Moritz Lipinski zurück. Der 20-Jährige absolvierte ein FSJ beim Münchner SC.

Ansonsten bleibt die eingespielte Ludwigsburger Mannschaft zusammen. Die Routiniers Michael Josek und Arne Huber werden kürzer treten, sind aber weiter Teil der Mannschaft. „Der Konkurrenzkampf wurde dadurch größer, weil zwei Positionen vakant geworden sind. Das macht sich bemerkbar“, berichtet Weißer. Auch das System wurde modifiziert. „Wir wollen im Aufbauspiel variabler werden und schneller in die Tiefe spielen“, erklärt Weißer. Auf ein Trainingslager hat der HCL verzichtet. Schließlich herrschen am Fuchshof mit zwei Plätzen, Schwimmbad, Athletikraum und Trainingshalle Bedingungen, auf die mancher Bundesligist neidisch sein dürfte.

Autor: