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HCL muss zwei bittere Pillen schlucken

Die Unentschieden gegen TuS Lichterfelde und Zehlendorfer Wespen trüben die Stimmung bei den Ludwigsburgern

Der HCL um Maximilian Bachmann (l.) holt gegen Lichterfelde nur ein Remis. Foto: Baumann
Der HCL um Maximilian Bachmann (l.) holt gegen Lichterfelde nur ein Remis. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Der HC Ludwigsburg blieb am Wochenende in der 2. Feldhockey-Bundesliga ohne Sieg: Am Samstag trennte sich der HCL vom TuS Lichterfelde 4:4 (0:2), am Sonntag gab es gegen die Zehlendorfer Wespen ein 2:2 (1:2).

Am Samstag schrieb HCL-Keeper Tobias Fili nach der Schlussphase dem Nachwuchs Autogramme auf die Trikots. Im Ludwigsburger Kasten war gegen die Gäste aus Lichterfelde Micha Fischer. Der musste am Ende den Ball zum vierten Mal aus seinem Tor holen und ärgerte sich mächtig über das 4:4-Unentschieden: „Wir waren klar besser, das waren zwei verlorene Punkte.“ Immerhin retteten die Ludwigsburger nach 0:2-Rückstand noch einen Zähler.

Die Mannschaft von HCL-Trainer Marc Haller ließ sich zu Beginn des zweiten Viertels noch arg schlafmützig das 0:1 in die Maschen setzen. Als die Rothemden in der Berliner Hälfte festsetzten, kassierten sie das 0:2. Immerhin zeigte der HCL Kampfgeist: Nach einer Hereingabe drückte Nicolas Vogt in der 32. Minute den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie. Die Gäste schlugen zurück und stellten nach beeindruckender Kombination auf 3:1. Dem Ludwigsburger Anschlusstreffer nach kurzer Ecke verweigerten die Unparteiischen noch die Anerkennung. Dann vergab Maximilian Bachmann vor dem Tor eine tolle Vorarbeit von Raphael Schmid, auch Kapitän Severin Schmid scheiterte nach einer Strafecke. In der 42. Minute gelang Florian Bauer aus dem Gewühl der Anschluss, ehe Philip Bleibaum nach einer kurzen Ecke egalisierte.

Als Bruno Laumann eine Vorarbeit nach starkem Solo von Raphael Schmid zum 4:3 verwandelte, schien der HCL auf der Siegerstraße. In der Schlussminute glichen die Berliner jedoch zum 4:4 aus. „Nach vorne hatten wir gute Szenen“, meinte Haller, „aber da machen wir noch etwas zu wenig daraus.“

Am Sonntag musste sich der Ludwigsburger Trainer beim Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten deutlich mehr ärgern. Auf eigener Anlage führte der HCL durch den Treffer von Matthias Schurig in der 11. Minute, die Gäste glichen jedoch nach 16 Minuten aus. Matthias Schurig verwandelte kurz vor der Pause einen Siebenmeter zum 2:1, ehe die Ludwigsburger in der 50. Minute wieder den Ausgleich kassierten. „Das ist ein Dauerthema bei uns“, erklärt Haller, „wir bekommen einfach zu viele Tore.“ Gegen die Berliner aus Zehlendorf war mehr drin, doch Matthias Schurig vergab in der Schlussphase einen weiteren Siebenmeter. „Wir hatten Möglichkeiten, aber die letzte Konsequenz hat gefehlt“, meinte Haller nach dem 2:2, „vorne und auch hinten.“

HC Ludwigsburg: Fili, Fischer – S. Schmidt, Hanel, Laumann (1), Lipinski, M. Schurig (2), R. Schmidt, Veigel, Vogt (1), Bachmann, Brönnimann, Seehaus, Mayer, Thum, Bauer (1), Blei-baum (1), Baitis.

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