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HCL verliert in Frankfurt unglücklich

2:3-Niederlage im Spitzenspiel – Ludwigsburger Hockeyclub fehlt Zielstrebigkeit bei den Kontern

Ludwigsburg.. Der HC Ludwigsburg hat nach elf Monaten Corona-Unterbrechung am Samstagmittag in der 2. Feldhockey-Bundesliga die Saison endlich wieder aufgenommen: Der Zweite aus Ludwigsburg lieferte dem Ersten SC Frankfurt 1880 ein packendes Topduell und unterlag nur unglücklich mit 2:3 (0:1). Es war das erste Rückrundenspiel der Saison 219/20.

„Der Sieg für Frankfurt geht auf jeden Fall in Ordnung“, sagte HCL-Trainer Daniel Weißer nach dem Spitzenspiel in Frankfurt unmissverständlich, „die hatten 10:2 Ecken und haben sogar noch einen Siebenmeter vergeben – wir hätten aber auch unverdient gewinnen können.“ Die Ludwigsburger mussten nicht nur auf die Langzeitverletzten Jonas Fischer (Kreuzbandriss) und Daniel Hanel (Bänderriss) verzichten, wegen Erkältungssymptomen ließ der Chefcoach wegen den Corona-Auflagen auch Manuel Baitis nicht spielen. „Youngster Liam Seehaus hat seine Sache sehr gut gemacht, aber so hat uns eben unser bester Torjäger gefehlt“, erklärte Weißer.

Furioer Beginn des HCL

Die „Rothemden“ legten jedoch dennoch furios los: Eckenspezialist Michael Josek war schon nach vier Spielminuten mit dem Führungstreffer nach einer kurzen Ecke zur Stelle. Der HCL verteidigte brillant gegen den klar feldüberlegenen Titelfavoriten, der zudem gleich einige Großchancen liegen ließ. Erst nach der Halbzeitpause gelang den Frankfurtern nach einer kurzen Ecke der Ausgleich, doch die Gäste zeigten sich völlig unbeeindruckt: Nils Scheu legte ein tolles Comeback nach der Rückkehr zu seinem Heimatverein hin und markierte in der 36. Minute die erneute Führung.

Auch nach dem postwendenden Ausgleich nach einer Strafecke standen die Weißer-Schützlinge gut und ließen lange nichts zu. Im Gegenteil. Scheu scheiterte am 1880-Keeper, bei gleich zwei Kontern verpasste der HCL lediglich den letzten Pass. Dann unterlief den Gästen bei einer kurzen Ecke noch ein Stockfehler, ehe es passiert war: Zwei Minuten vor dem Ende setzten die Gastgeber ihre Überlegenheit mit dem Siegtreffer um.

Schau als Sturmtank

„Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, Nils Scheu war vorne gleich der gewünschte Schrank“, ärgerte sich Daniel Weißer doch etwas nach dem 2:3, „bei unseren Kontern waren wir jedoch zu ängstlich, da müssen wir nur einen sauber ausspielen und gewinnen das Ding wohl vollends.“

HCL: Fili, Kniebühler; S.Schmidt, Scheu (1), Koffler, Binder, Bleibaum, R. Schmidt, Veigel, Seehaus, L. Schurig, Bachmann, Brönnimann, M. Schurig, Mayer, Josek (1).

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