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Tischtennis

Matej Haspel vom TTC Bietigheim-Bissingen: Timo Boll ist sein großes Vorbild

Matej Haspel gehört mittlerweile dem U15-Kader des deutschen Tischtennisbundes an. Der Zwölfjährige aus Hemmingen steht zudem vor seinem Debüt bei den Erwachsenen des Regionalligisten TTC Bietigheim-Bissingen.

Die Laufbahn als Tischtennisprofi fest im Blick: Matej Haspel aus Hemmingen. Foto: Baumann
Die Laufbahn als Tischtennisprofi fest im Blick: Matej Haspel aus Hemmingen. Foto: Baumann

Hemmingen. Gerade ist er von einem Lehrgang des U15-Nationalkaders aus Frankfurt am Main zurückgekehrt, es war bereits der zweite in diesem Jahr. „Wir haben dort viele Wettkämpfe gespielt, Taktikanalysen mit Videoaufzeichnungen gemacht und auch Aufschlag-/Rückschlag trainiert“, berichtet Haspel vom knapp eine Woche langen Aufenthalt im März, „Krafttraining war auch ein Schwerpunkt.“

Im Mai wird der Markgröninger Gymnasiast 13 Jahre alt. Seine Leistungsbereitschaft wird als seine große Stärke gewertet. „Ich will unbedingt Tischtennisprofi werden“, sagt er. Der Hemminger ist in dieser Hinsicht tatsächlich auf dem besten Weg: Als einer der Jüngsten gehört er nun bereits dem U15-Nationalkader an. einzig die Coronapandemie hat sein fest geplantes Debüt in der Regionalliga für den TTC Bietigheim-Bissingen verhindert – das nun mit Sicherheit, abgesehen von den gerade ausgesetzten Verbandsspielen, zeitnah anstehen wird.

Vater weckt Tischtennisbegeisterung

Viel weiter kann ein Talent mit zwölf Jahren nicht sein. Der Youngster nennt Timo Boll, den Schweden Jan-Ove Waldner oder den chinesischen Weltmeister und Olympiasieger Ma Long als seine Vorbilder. Mit sechs Jahren begann er einst beim GSV Hemmingen mit dem Tischtennisspielen, schnell gab er seine anderen beiden Sportarten, Tennis und Fußball, auf. Seit Matej Haspel acht Jahre alt ist, trainiert ihn auch die einstige Weltklassespielerin Szilvia Kahn aus Steinheim regelmäßig. „Mittlerweile gewinnt er gegen mich“, sagt sein Vater Jörg, der einst ebenfalls aktiver Vereinsspieler beim GSV Hemmingen war. Es war wohl der Vater, der bei seinem Sohn die Tischtennisbegeisterung geweckt hat, „Matej ist sehr strukturiert und auch extrem ehrgeizig – in der Schule ist er dennoch auch gut“, sagt Jörg Haspel.

Drei bis vier Stunden trainiert sein Filius inzwischen täglich. Kahn organisiert für ihn in Hemmingen ein individuelles Einzeltraining, er gehört zudem einer internationalen Trainingsgruppe an, die in Bietigheim arbeitet. Im Gegensatz zu den Vereinsakteuren des TTC Bietigheim-Bissingen darf Haspel als Bundeskaderspieler trotz Coronapandemie trainieren.

„Der Nationaltrainer hat in Frankfurt gesagt, dass ich an meiner Beinarbeit noch arbeiten muss“, sagt eines der aktuell größten deutschen Nachwuchshoffnungen, „meine Rückhand und meine Technik seien meine Stärken – auch mein Wille, unbedingt Profi werden zu wollen.“

Vor wenigen Wochen kam der U15-Bundestrainer angereist, um sich Haspels Umfeld vor Ort anzusehen. Der Nationalcoach soll sehr von den Trainingsbedingungen angetan gewesen sein, sowohl vom hoch qualifizierten Einzeltraining von Szilvia Kahn als auch von der Bietigheimer Trainingsgruppe. Die Weichen sind somit gestellt für Matej Haspel auf seinem Weg zum Tischtennisprofi.

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