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Kampfsport

MTV-Karateka holen Silber bei den Finals 2021

Ludwigsburgs Karatekämpfer blicken nach dem Turnier in Dortmund optimistisch in die Zukunft. Der Auftritt von Europameister Jonathan Horne sorgt für Aufsehen.

Jonathan Horne (rechts) lässt Ludwigsburgs Yannik Holzbaur im Finale keine Chance. Foto: Thissen/dpa
Jonathan Horne (rechts) lässt Ludwigsburgs Yannik Holzbaur im Finale keine Chance. Foto: Thissen/dpa

Dortmund. Die Karatekämpfer des MTV Ludwigsburg um Trainer Köksal Cakir haben die Toyota-Bundesliga in Dortmund im Rahmen der Finals 2021 mit einer Silbermedaille bei den Herren und dem vierten Platz der Damen beendet.

Zum Abschluss gab es für die Kampfsportler des MTV Ludwigsburg im Restaurant Ciccio’s Pasta und Pizza auf Kosten des Baden-Württembergischen Karateverbandes. Diese haben sich die Ludwigsburger Karateka bei den Play-offs der Toyota-Bundesliga in Dortmund hart erarbeitet: Das Männer-Team um Felix Duttenhofer, Konstantinos Papastergios, Yannick Holzbaur, Slawik Prokop, Lauryl Azoo, Tim Steiner und Gastkämpfer Stefan Petkov (Bulgarien) musste sich nach einen 5:0-Halbfinalsieg gegen Sachsen im Finale gegen das Team Rheinland-Pfalz um Karate-Europameister Jonathan Horne mit 0:2 geschlagen geben.

Ohne Anna Miggou, Johanna Kneer und die Luxemburgerin Jennifer Warling (alle in Vorbereitung für die Olympia-Qualifikation am 11.–13. Juni in Paris) traten die Ludwigsburger Damen ersatzgeschwächt bei den Play-offs an. Das MTV-Damenteam um Nicole Thomsen, Linda Kaumanns, Anna Wolz, Diana Bukina und Cassandra Schmit unterlag im Halbfinale gegen Berlin mit 0:2.

„Meine Kämpfer haben bis zum Schluss alles gegeben. Ich bin einzig über die Entscheidung der Kampfrichter enttäuscht. Uns wurden trotz vieler guter Treffer die Punkte nicht gegeben“, sagte MTV-Trainer Köksal Cakir. Bei den Herren sorgte besonders der Einsatz von Europameister Jonathan Horne für Aufsehen: Der Schwergewichts-Weltmeister von 2018 tritt trotz deutlichen Leistungsunterschieds in Dortmund an. Unter den Augen von Bundesassistenz-Trainer Mark Haubold war der Ludwigsburger Yannick Holzbaur im dritten Finalkampf gegen Jonathan Horne chancenlos (0:8). „Wir respektieren Jonny. Er ist unsere deutsche Goldhoffnung bei Olympia. Aber in Dortmund glich das einer Selbstinszenierung, weil das ZDF und der ARD vor Ort waren“, sagte MTV-Trainer Cakir. Umstritten war auch der letzte Finalkampf von Lauryl Azoo gegen Melvin Fleischer (1:6): Trotz mehrerer Faustschlag-Treffer wurden Azoo die Punkte nicht gegeben. „Ich bin guten Mutes, dass wir nächstes Jahr die Goldmedaille in beiden Teams holen werden. Die Zukunft gehört uns“, sagt Cakir.

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