Logo

Hockey

Nach einem Jahr ist für Trainer Marc Haller beim HC Ludwigsburg Schluss

Nach dem Abstieg aus der 2. Feldhockey-Bundesliga hat sich der HC Ludwigsburg nach nur einem Jahr von Trainer Marc Haller getrennt. Clubmanager Daniel Weißer sieht aber auch bei der Mannschaft gravierendes Fehlverhalten.

Marc Haller.Foto: Baumann
Marc Haller.Foto: Baumann

Ludwigsburg. In der Hallenrunde die angepeilte Rückkehr in die Bundesliga deutlich verpasst und dann auch noch im Feld nach neun Jahren aus der 2.Feldhockey-Bundesliga abgestiegen: Die Männer des HC Ludwigsburg haben sportlich schwierige Monate hinter sich. Die 0:5-Niederlage im Heimspiel gegen den MünchnerSC besiegelte am vergangenen Sonntag den Gang in die Regionalliga.

Nicht nur fehlendes Glück

„Aus diesem desolaten Abschneiden werden wir Konsequenzen ziehen müssen. Die Mannschaft war gut genug, um die Liga zu halten“, sagte Clubmanager Daniel Weißer gestern noch am frühen Nachmittag im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Clubmanager trainierte die HCL-Männer bis zum vergangenen Sommer selbst acht Jahre lang erfolgreich.

Nur wenige Stunden später zeigte sich, wie diese Konsequenzen aussehen. Wie der HCL mitteilte, trennt sich der Club nach nur einem Jahr von Trainer Marc Haller. „Marc hat mir heute in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass er zukünftig nicht mehr als Hockeytrainer für uns arbeiten möchte. Er glaubt, für die Sache nicht mehr die nötige Energie aufbringen zu können. Deshalb werden wir Ende Juli das Arbeitsverhältnis beenden“, wird Weißer in der Mitteilung zitiert. Dabei hatte Haller noch am Sonntag gegenüber unserer Zeitung betont, dass er weitermachen wolle.

Fehlende Einsatzbereitschaft

Haller hatte die HCL-Männer als Nachfolger von Weißer übernommen, weil dieser sich mehr auf die Entwicklung des gesamten Clubs und die Frauenmannschaft konzentrieren wollte. Zudem war Haller für die Talentförderung und die U16 zuständig. „Den Umschwung von mir auf den Nachfolger haben wir nicht gut hinbekommen, das lässt sich nicht leugnen“, sagte Weißer. „Wir als HCL haben andere Ziele als die Regionalliga.“ Besonders gestört haben Weißer die Aussagen nach dem Spiel (wir berichteten): „Wir hatten nicht das notwendige Glück“ (Kapitän Severin Schmidt) oder „Wir konnten das Glück einfach nicht zwingen“ (Trainer Haller). Dafür fehlte Weißer das Verständnis: „Bei einem Abstieg von fehlendem Glück zu sprechen, ist zu einfach.“

Vielmehr sei die Defensive in ihrer taktischen Ausrichtung, individuellen Spielweise und ihrem Einsatz in den Zweikämpfen zu schwach gewesen. Und auch die Einstellung des Teams prangert Weißer an: „Das letzte Heimspiel mit 0:5 abzugeben, sagt schon etwas über die Einsatzbereitschaft der Mannschaft aus. Jetzt muss jeder Farbe bekennen, ob er Bock hat oder nicht.“

Autor: