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Wasserball

Olympiasieger in Ludwigsburger Diensten

Königstransfer beim Wasserball-Bundesligisten SV Ludwigsburg 08: Der Weltwasserballer von 2017 und ehemalige kroatische Nationalspieler Sandro Sukno (29) wechselt zum Rückrundenstart für ein halbes Jahr in die Barockstadt.

Finale der Olympischen Spiele 2016; Sandro Sukno (links) gewinnt mit Kroatien gegen Serbien Silber. Foto: Panagiotou /dpa
Finale der Olympischen Spiele 2016; Sandro Sukno (links) gewinnt mit Kroatien gegen Serbien Silber. Foto: Panagiotou /dpa

Ludwigsburg. Sandro Sukno, mit Kroatien 2012 Olympiasieger in London, soll den SV Ludwigsburg aus den Tabellenkeller Richtung Verbleib in der Pro A-Bundesliga schießen. Nach zwei Jahren Abstinenz aufgrund von Herzproblemen wird der aktuelle Co-Trainer und ehemalige Kapitän der kroatischen Wasserball-Nationalmannschaft für den SVL zum Rückrundenauftakt bei der SG Neukölln Berlin am Samstag (17 Uhr) ins Wasser steigen.

Zuletzt stand der Wasserballprofi beim kroatischen Bundesligisten und Champions-League- Teilnehmer VK Jug Dubrovnik bis 2021 unter Vertrag, wo er im Mai vergangenen Jahres seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beendete. „Sandro geht es gesundheitlich gut. Nach Absprachen mit den Ärzten kann er sich vorstellen, in Deutschland wieder Wasserball zu spielen“, sagte SVL-Vorstand Matthias Nagel. „Es ist eine einzigartige Chance, einen Spieler von Weltformat wie Sandro Sukno bei uns zu haben. Er wird uns sportlich sicherlich weiterhelfen“, so Nagel.

Herzoperation in Cleveland

Bei seinem Heimatverein VK Jug Dubrovnik (Kroatien) hat Sukno das Wasserballspielen gelernt. Bereits mit 15 Jahren spielte er für dessen Profimannschaft, mit 18 debütierte er in der kroatischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 2008 in Malaga. Bei der Weltmeisterschaft in Rom 2009 holte Sukno mit Kroatien Bronze, ein Jahr später bei der Heim-EM in Zagreb Gold und anschließend bei der WM 2011 in Shanghai erneut Bronze. Im WM-Jahr wechselte Sukno von Jug Dubrovnik zum italienischen Ligaprimus Pro Recco. Der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London war sein größter sportlicher Erfolg, danach zog es Sukno zum kroatischen Erstligisten Primorje Rijeka. Weitere WM-Medaillen sowie Silber bei seinen zweiten Olympischen Spielen in Rio 2016 und der WM-Titel 2017 in Budapest folgten.

Noch im selben Jahr dann der Rückschlag: Herzprobleme machten dem 2,03 Meter großen und und 93 Kilogramm schweren Super-Wasserballer zu schaffen. Die Ärzte verschrieben ihm eine Pause vom Profisport. Im März 2018 unterzog sich Sukno in Cleveland (USA) einer Herzoperation und im August 2018 unterschrieb er einen Vertrag bei Jug Dubrovnik.

Doch ein erfolgreiches Comeback auf Weltklasseniveau blieb aus. Beim SV Ludwigsburg will es Sandro Sukno langsamer angehen lassen – zunächst beim Bundesliga-Rückrundenauftakt in Berlin.

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