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Schnelligkeit und Technik auf hohem Niveau auf dem Neckar

Motorboot-Landesmeisterschaften der Jugend auf dem Neckar – MBC Benningen ist als Gastgeber mit sieben Podestplätzen erfolgreich – Lebensrettung als feste Übung

Jana Vlasic vom MBC Benningen demonstriert eine Übung am Rettungsring. Foto: Baumann
Jana Vlasic vom MBC Benningen demonstriert eine Übung am Rettungsring. Foto: Baumann

Benningen. Bei den Landesmeisterschaften im Schlauchboot Slalom und in der MS11 in Benningen am Neckar standen am Wochenende neben dem Kampf um Titel die Gemeinschaft und das Lernen im Vordergrund. Mit sieben Podestplätzen und gleichzeitig sieben Qualifikationen für deutsche Meisterschaften hat der Motor-Boot-Club Benningen am eigenen Vereinsgelände am Neckar bei den Landesmeisterschaften in Schlauchbootfahren für Aufsehen gesorgt.

„Es war ein erfolgreiches Wochenende für uns“, sagte Sandra Doderer, Jugendleiterin des MBC-Benningen. Dabei haben die 49 Jugendfahrer aus den sechs Vereinen – neben Benningen kamen sie vom MBC Heidelberg, aus Karlsruhe, Iffezheim, vom MYC Esslingen und vom Yachtclub Plochingen – gezeigt, dass der Motorbootsport mehr als eine Randsportart ist. Schnelligkeit und Technik auf hohen Niveau sind gefragt. In Slalom Manier gilt es die fünf Bojen Parcours mit einen motorisierten Schlauchboot innerhalb kürzester Zeit zu überwinden. Beim Durchqueren der Bojen kippt das Boot in die Schräglage: Der Motorbootfahrer hält mit einer Hand die Pinne des Motors für die Lenkung – ab 17 Jahren fährt man mit den Lenkrad – und mit der anderen das gefestigte Seil am Bootsrand.

Doch damit nicht genug. Je höher die Altersklasse, umso höher ist der Schwierigkeitsgrad der Parcours. „Die größten Schikanen sind die Übung „Mann über Bord“ und das Rückwärtsfahren durch den letzten Bojen-Parcours“, erklärte Nico Vlasic, Motorbootfahrer des MBC Benningen. Bei der ersten Übung gelte es, eine Boje mit Rettungsring seitlich anzufahren und den Ring aus dem Hals der Boje herauszuziehen und wieder zurückzubringen. „So rettet man Menschen in Not“, so Vlasic.

Gegenseitige Hilfe und Zusammenhalt

Neben den Lerneffekt sei aber auch die Gemeinschaft im Verein wichtig. „Wir alle sind von klein auf im Wasser aufgewachsen. Seitdem unterstützen wir uns gegenseitig, unternehmen auch außerhalb vom Wasser Ausflüge. Auch mit den Gegnern“, erzählt Vlasic. Dafür haben sechs Vereinszelte am Ufer und ein großes Zelt, in dem für das leibliche Wohl gesorgt wurde, für ein entspanntes Miteinander bei den Landesmeisterschaften gesorgt.

„Die gesamte baden-württembergische Motorboot-Jugend hat bei uns einmal mehr gezeigt, dass sich Zusammenarbeit, Freundschaft, faires Verhalten und Spaß am Sport im Wettkampf vereinen lassen“, sagt Sandra Doderer.

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