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SV Ludwigsburg setzt auf die Jugend

Drei junge Spieler verstärken den Wasserball-Bundesligisten – Routiniers verlassen den SVL

Ludwigsburgs Neuzugang Tobias Bauer. Foto: privat
Ludwigsburgs Neuzugang Tobias Bauer. Foto: privat

Ludwigsburg. Wasserball-Bundesligist SV Ludwigsburg 08 setzt auf drei junge Neuzugänge und muss drei Abgänge von erfahrenen Stammspielern in der Transferphase verkraften.

Kein Toptransfer, dafür langfristig in die Zukunft gedacht: Tobias Bauer (Jahrgang 2003) vom Pro-B Bundesligisten SC Neustadt, Mateja Bosic (2002) vom serbischen Erstligisten Vaterpolo Klub Proleter und der bulgarische Nationalspieler Mikael Metodiev (2000) verstärken den Bundesligisten für drei Jahre. Die von der SVL-Führungsetage angekündigten internationalen Verstärkungen blieben aus. „Die Situation auf dem Transfermarkt war wegen Corona sehr schwierig. Wir haben uns stattdessen für die Zukunft entschieden und wollen mit einer verjüngten Mannschaft unser Saisonziel Platz vier angreifen“, sagt SVL-Manager Adrijan Jakovcev.

Als vielversprechendes Talent gilt der Serbe Mateja Bosic. In Serbien und Kroatien war der ehemalige Jugendnationalspieler von Topvereinen heiß umworben. Doch der ehemalige SVL-Co-Trainer und jetzige Centerverteidiger Aleksa Manic konnte den Jugendlichen von einem Wechsel nach Ludwigsburg überzeugen. Bosic plant ein Studium im Bereich Sportmanagement und will erstklassig Wasserball spielen. „Der Verein wird mir die Möglichkeit geben, zwei meiner großen Leidenschaften nachzugehen“, sagt Bosic.

Ihm anschließen wird sich der bulgarische Center Mikael Metodiev, der zuletzt beim serbischen Erstligisten Vaterpolo Klub Valis (Valjevo) unter Vertrag stand. Auch hier kam der Kontakt über Manic zustande. „Mein Ziel ist es, Studium und Sport unter einen Hut zu bringen“, sagt Metodiev.

Selbstbewusster Tobias Bauer

Der dritte Zugang ist Tobias Bauer vom Pro-B-Bundesligaaufsteiger SC Neustadt an der Weinstraße. Er gilt aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen (1,93 m groß, 103 kg) ebenfalls als Spieler mit großem Potenzial auf der linken Seite. Die Möglichkeit des Dualen Studiums im Sportkreis Ludwigsburg und die Bundesliga lockten den Abiturienten an den Neckar. „Die Atmosphäre in der Mannschaft ist sehr gut. Mein Ziel ist es, hier Stammspieler zu werden“, gibt sich Bauer selbstbewusst.

Viel Zeit bleibt Spielertrainer Marko Martinic und Co-Trainer Janusz Gogola nicht zum Experimentieren: Am 23. September startet die dritte Pokalrunde, am ersten Oktoberwochenende die zweite Qualifikationsrunde des Euro-Cups. Die Mission Platz vier wird der SVL ohne Mitko Nachev, Petar Karteszi und Luka Vulovic angehen. Alle drei zog es aus beruflichen Gründen in die Heimat.

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