Logo

Wasserball

SVL verpasst Vorentscheidung

Wasserball-Bundesligist SV Ludwigsburg 08 musste sich gestern überraschend mit 14:15 gegen Außenseiter SG Neukölln Berlin beim dritten Match der Platzierungsspiele 5 bis 8 im Freibad Hoheneck geschlagen geben.

Derby in Hoheneck: Nino Biazevic (SV Ludwigsburg, links) gegen Aleksa Boskovic (Esslingen).Foto: Baumann
Derby in Hoheneck: Nino Biazevic (SV Ludwigsburg, links) gegen Aleksa Boskovic (Esslingen). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Domagoj Mijatovic kam vier Sekunden vor Schluss freistehend zum Abschluss. Doch Neuköllns Torwart Finn Dörries parierte und die 14:15-Niederlage war perfekt. Ludwigsburg belegt nach der Hinrunde der Platzierungsspiele Platz fünf mit 4:2 Punkten, gefolgt von Hannover (4:2), Esslingen (2:4) und Berlin (2:4).

Der Mannschaft um SVL-Kapitän Ivan Pisk gelangen zuvor am Samstag deutliche Siege im Lokalderby gegen den qualitativ stärkeren SSV Esslingen (20:13) und die White Sharks Hannover (18:9). Ludwigsburg belegt nach der Hinrunde aktuell Platz fünf mit 4:2 Punkten, gefolgt von Hannover (4:2), Esslingen (2:4) und Berlin (2:4).

„Großes Lob an Neukölln. Sie haben als Mannschaft bis zum Schluss zusammengekämpft. Unsere Arroganz hat uns wichtige Punkte für die Rückrunde in Esslingen gekostet“, sagte SVL-Manager Adrian Jakovcev nach dem Spiel. SGN-Kapitän David Kleine blickte mit Optimismus auf die Rückrunde im Vereinsbad des SSV Esslingen am 4. und 5. Juni: „Wenn wir zusammen kämpfen, können wir sehr starke Mannschaften besiegen“. Überheblichkeit und Fahrlässigkeit machte sich im Ludwigsburger Spiel gegen die Berliner breit. In der Verteidigung ließ man Torwart Josip Katusa mehrmals in Stich.

Zum Auftakt gegen den SSV Esslingen zeigte die Ludwigsburger Mannschaft ein ganz anderes Gesicht: Spielfreude und taktische Raffinesse gegen einen starken Gästecenter Konstantinos Sopiadis, Nationalspieler Zoran Bozic und den ehemaligen Ludwigsburger Deni Cerniar. Trotz schweren Starts (7:7 nach dem ersten Viertel), kam der SVL ab dem dritten Viertel dann immer besser ins Spiel: Der Angriff wirkte deutlich beweglicher um einen engagierten Center Timo van der Bosch. Notfalls lieferten Marko Martinic (6 Tore) und Luka Vulovic (5 Tore) die Tore aus dem Rückraum, so dass es bereits zum dritten Viertel entschieden war (17:11). Am Ende hieß es 20:13 aus Ludwigsburger Sicht.

„Wir haben dieses Spiel in der Verteidigung verloren“, sagt Esslingens Trainer Heiko Nossek nach dem Derby. Timo van der Bosch war trotz des Erfolgs nicht zufrieden: „Wir haben sieben Tore im ersten Viertel kassiert. Das darf uns nicht passieren“.

In der zweiten Partie gegen die White Sharks Hannover zeigte der SVL eine Trotzreaktion: Nach Schwierigkeiten im ersten Viertel (4:3), setzten die Barockstädter immer mehr auf die Abwehr. Zur Halbzeit lag der SVL mit 8:4 in Führung. Das Abwehrbollwerk zeigte sich auch im dritten Viertel stabil (13:8). „Wir haben gezeigt, dass wir fit sind und in die obere Hälfte der Bundesliga gehören. Wir müssen trotz der Niederlage gegen Neukölln nach vorne schauen. Alles ist drin“, sagte SVL-Spieler Mitko Nachev.

Autor: