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Wasserballer des SV Ludwigsburg 08 vor schwerer Mission im Euro-Cup

SVL-Coach Marko Martincic. Foto: privat
SVL-Coach Marko Martincic. Foto: privat
Wasserball-Bundesligist SV Ludwigsburg 08 startet an diesem Donnerstag im griechischen Thessaloniki in der ersten Runde des Euro-Cups.

Ludwigsburg. Das Ziel bei dem Turnier in Griechenland ist klar: mindestens Platz vier, was den Einzug in die nächste Runde bedeuten würde. Der SVL ist eins von nur vier Teams aus Deutschland, die im internationalen Geschäft mitmischen. Ludwigsburg trifft im griechischen Saloniki auf diese fünf Teams: VK Solaris (Kroatien), Montpellier WP (Frankreich), CN Echyade (Spanien), PAOK Saloniki (Griechenland), ZV De Zaan (Niederlande).

Wenn der personell neuformierte Wasserball-Bundesligist um SVL-Trainer Marko Martinic an diesem Donnerstag im griechischen Thessaloniki startet, ist die Ausgangslage für das Bestehen der Sechser-Gruppe allerdings alles andere als optimal: Sechs Krankheitsfälle hatte der 32-jährige Kroate, der seit August neuer SVL-Trainer ist, in den letzten zehn Tagen zu verzeichnen. Die kroatischen Neuzugänge Jakov Skiljic und Zvonimir Andjelic hatten gar Bronchitis.

Zum Auftakt gegen altbekannten Erstligisten aus Kroatien

„Hätte wir vor zwei Wochen mit dem Turnier angefangen, hätte ich gesagt, dass die Chancen für ein Weiterkommen bei neunzig Prozent liegen“, sagt Martinic und fügt hinzu: „Jetzt liegt der Fokus ganz auf unserer eigenen Leistung“. Zum Auftakt an diesem Donnerstag (18 Uhr) trifft Martinic mit seinem Team, dem sich vor Kurzem noch die Neuzugänge Kende John (21, SSV Esslingen), Finn Hillmer (20, SV Bietigheim) und Nikolai Dimitrov (21, zuvor Serbien) anschlossen, auf eine für ihn bekannte Mannschaft: der kroatische Erstligist VK Solaris aus Sibenik. „Ein konditionell gutes Team mit vielen jungen Spieler. Wir werden ihre Konter unterbinden müssen, wenn wir zum Auftakt was holen wollen“, sagt SVL-Trainer Marko Martinic.

Der zweite Gegner ist bereits am Freitag das französische Top-Team Montpellier (19.15 Uhr). „Ich habe in Montpellier als Profi gespielt. Sie sind eine gut eingespielte Mannschaft und gehören zu den Favoriten für das Weiterkommen“, sagt Martinic.

Im dritten Spiel am Samstag (12 Uhr) wartet mit Gastgeber und Traditionsverein PAOK Thessaloniki ein Altbekannter: Nikolaos Prosiniklis, PAOK-Spieler, hat 2019 für eine Saison beim SVL gespielt. Der 28-jährige griechische Allrounder pflegt noch Kontakt zu SVL-Torwart Ivan Pisk und Allrounder Ciro Blazevic. „Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit meinen Freunden. Ich hoffe, dass beide Mannschaften es in die nächste Runde schaffen“, sagt Prosiniklis.

Noch am selben Abend (19.15 Uhr) trifft der SVL auf den holländischen Vertreter ZV De Zaan. „Ein unbekanntes Team für uns. Hier errechne ich mir Chancen für einen Sieg“, sagt SVL-Torwart Ivan Pisk. CN Echeyde aus dem spanischen Teneriffa wartet am Sonntag (9.30 Uhr) zum Abschluss des Mammutprogramms auf die Barockstädter. „Sie gehören zu den vermeintlichen schwächeren Mannschaften in der Gruppe“, sagt Pisk, fügt aber hinzu: „Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir davor bereits Siege einfahren“.

Im Falle eines Ausscheidens wartet auf die Wasserballer des SV Ludwigsburg der international schwächer belegte Challenger Cup. Doch so weit will vorerst niemand bei den Spielern von Coach Martinic denken.