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1. TCL hat beim Heimauftritt alles im Griff

Im ewigen Duell mit dem Braunschweiger TSC nutzt der 1. Tanz-Club Ludwigsburg den Heimvorteil. Der Sieg beim ersten Bundesliga-Durchgang in der Rundsporthalle gelingt trotz erneuter personeller Wechsel im Vorfeld.

Erfolgreicher Auftritt: Die Standardformation des 1. TC Ludwigsburg in der RundsporthalleFoto: Baumann
Erfolgreicher Auftritt: Die Standardformation des 1. TC Ludwigsburg in der Rundsporthalle Foto: Baumann

Ludwigsburg. Nachdem bei den deutschen Titelkämpfen und bei der Weltmeisterschaft im November noch die Braunschweiger Standardformation die Nase vorn hatte, durften sich am Samstagabend die Ludwigsburger Tänzer von ihren Fans beim Bundesliga-Auftakt feiern lassen. 33,939 Punkte reichten zu Platz 1 vor dem deutschen Meister Braunschweiger TSC (33,563) und dem TSC Schwarz-Gold Göttingen (32,314).

„Ich freue mich riesig für das Team“, erklärte Trainer Norman Beck, um anschließend die Leistung der TCL-Formation in der Vorrunde und im großen Finale realistisch einzuordnen: „Drei bis vier Minuten sind klasse, doch dann kommt der konditionelle Aspekt. Es schleichen sich Konzentrationsmängel ein.“ Diese sprach Beck bei der Manöverkritik noch in der Rundsporthalle deutlich an. Die Tänzerinnen und Tänzer kennen ihre Hausaufgaben vor dem zweiten Durchgang übernächstes Wochenende in Bernau.

Im Vergleich zur WM, wo die Ludwigsburger in einer Millimeterentscheidung hauchdünn an einer Medaille vorbeischrammten, rückten zwei neue Frauen und zwei Männer ins Team. Thorsten Stolze (mit Laura Hornbacher) und Richard Stromer (mit Maria Novikova) kehrten zurück, weil Manuel Weber und Patrick Esch nur für die WM einspringen konnten.

Bei den Damen nahm Béla Swoboda den Platz von Melissa Schenk ein und wusste bei ihrer aufregenden Feuertaufe mit Yannick Kersting einen erfahrenen Partner an ihrer Seite. Weil die Weißrussin Ludmilla Radiush wegen Visumproblemen nicht zur Verfügung stand, marschierte auch Nils-Arne Herold mit einer neuen Dame aufs Parkett und zwar mit der kurzfristig aktivierten Valentina Esau, der Schwester von Mannschaftskapitän Sergej Esau. Angesichts dieser Wechsel und einer holprigen Vorbereitung ist es nicht verwunderlich, dass die Gastgeber nicht ganz an ihre Punktzahl von der WM in Ungarn (34,67) herankamen. Dennoch durfte Ludwigsburg jubeln, weil die Braunschweiger noch heftiger mit Personalproblemen zu kämpfen hatten und fast 1,5 Zähler gegenüber der WM einbüßten.

Beim TCL warfen Maria Novikova und Giulia Edel, vor einer Woche noch von Fieber gebeutelt, ihre ganze Erfahrung und Kampfbereitschaft in die Waagschale. Zur Stabilisierung der Mannschaftsleistung leisteten Tatjana Beinhauer und Laura Hornbacher einen wesentlichen Beitrag. Als Anführer der Männerabteilung hob Trainer Beck Esau, Herold und Kirill Grinchenko hervor.

Der Auftaktsieg soll Motivation für die weiteren Aufgaben verleihen. Vor dem zweiten von fünf Bundesliga-Durchgängen erlebt der TCL die komfortable Situation, dass exakt dieselben acht Paare erneut an Bord sein werden. Aber schon danach wird Yannick Kersting aus beruflichen Gründen ausfallen. Dann braucht das Trainerehepaar Norman und Dagmar Beck erneut einen Plan B.

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