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Formationstanzen

Lateiner kämpfen um Ligaverbleib

Ludwigsburgs Lateintänzer blasen zum Gegenangriff. Zum ersten von fünf Bundesliga-Durchgängen der Lateinformationen treten der 1. Tanzclub und der TSC Residenz am Samstag in Solingen an. Gastgeber ist der 1. TSZ Velbert.

Wollen sich nicht geschlagen geben: Die Mannschaft des TSC Residenz Ludwigsburg.Foto: Baumann
Wollen sich nicht geschlagen geben: Die Mannschaft des TSC Residenz Ludwigsburg. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Bei den deutschen Meisterschaften im November hatten die Tänzerinnen und Tänzer aus der Barockstadt die beiden letzten Plätze im Achterfeld belegt. Die Trainer Alexander Schwaderer (TCL) und Klaus Pätzold (TSC) haben nichts unversucht gelassen, um dieses ernüchternde Resultat zu korrigieren. Zumal Rang 7 und 8 den Abstieg in die 2. Bundesliga zur Folge hätte.

„Wir wollen einen Nichtabstiegsplatz erreichen“, krempelt Schwaderer mit seinen Sportlerinnen und Sportlern die Ärmel hoch. Eines ist klar: In seiner fünften Saison in der Eliteklasse steht der TCL auf dem Parkett vor einer riesigen Herausforderung. Aufsteiger Aachen/Düsseldorf als Fünfter und die TSG Backnang als Sechster der DM in Braunschweig haben sich in eine gute Ausgangsposition gebracht.

„Die Mannschaft hat den Kampf angenommen. Es wird darauf ankommen, den Kopf mental bereit zu haben“, hofft Schwaderer, dass das Team sein erarbeitetes Können abrufen kann. Natürlich hätte er sich „eine rundere Vorbereitung gewünscht“. Krankheitsbedingte Ausfälle sorgten in den vergangenen Wochen immer wieder für personelle Lücken. Doch die erfrischenden Auftritte beim Silvesterball im Forum und beim Standard-Bundesligaturnier in der Rundsporthalle machen Mut.

Das Trainerduo Alexander Schwaderer/Michael Gnad versucht, zu einer „sehr künstlerischen Musik“, dem niederländischen Erfolgshit „Rood“, „die Emotionen rauszuholen“. Schwaderer sieht den TCL mit dem Schrittmaterial und den Bildentwicklungen auf einem guten Weg: „Wir haben einen höheren Schwierigkeitsgrad als manch anderer.“ Aachen/Düsseldorf und Backnang müssen sich warm anziehen.

Auch Aufsteiger TSC Residenz hat trotz schwieriger Ausgangslage nicht aufgegeben. „Wir haben weiter fleißig trainiert und hoffen, uns in der Bundesliga hochzudienen und womöglich tatsächlich noch den Klassenerhalt zu schaffen“, erklärt Trainer Klaus Pätzold.

Personelle Wechsel sollen mehr Stärke und Sicherheit verleihen. Christian Frey, der bisher mit Lisa Pumilia tanzte, schreitet am Samstag mit Tabea Klemm auf die Fläche. Auch Tobias Stark hat eine neue Dame an seine Seite bekommen: Alexia Huber.

Von der Ersatzbank ins Team hat es zudem Christopher Papageorgiou geschafft, der für Mario Berndt zum Zug kommt und mit Alisa Klemm wirbelt.

Nach den Worten von Klaus Pätzold wurde weiter an der Tanztechnik gefeilt und an der Präsenz der Formation gearbeitet. „Alles ist sehr eng beieinander“, schätzt er die hinteren vier Teams ein. „Vielleicht entscheidet auch mal die Tagesform und der Mut der Wertungsrichter.“ Die obere Tabellenhälfte führt der frischgebackene Weltmeister an. Der Grün-Gold-Club Bremen wird zusammen mit Gastgeber Velbert erneut die Akzente setzen.

Die Bundesliga-Durchgänge: 19. Januar Solingen; 2. Februar Buchholz; 16. Februar Bremerhaven; 2. März Ludwigsburg; 16. März Bremen.

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