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Tanzsport

TCL und Residenz bei „Deutschen“

Am Wochenende schreiten die Ludwigsburger Bundesliga-Tanzformationen in Bremerhaven zur deutschen Meisterschaft aufs Tanzparkett: der TSC Residenz am Samstag (Latein), der 1. TCL am Sonntag (Standard).

Zwei Ludwigsburger Tanzformationen bei den Deutschen Meisterschaften: Der TSC Residenz. . .
Zwei Ludwigsburger Tanzformationen bei den Deutschen Meisterschaften: Der TSC Residenz. . . Foto: Baumann
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. . . , und der 1. TC Ludwigsburg. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Wir hätten es uns unter anderen Rahmenbedingungen gewünscht“, blickt TCL-Trainer Norman Beck dem Auftritt in der Bremerhavener Stadthalle mit gemischten Gefühlen entgegen. In Pandemiezeiten „werden die Mannschaften mit vielen Auflagen belegt“. Die Tänzerinnen und Tänzer marschieren mit Gesichtsmasken an die Fläche und dürfen diese nur zum Vortrag ablegen.

Trotz der Beschwernisse sind alle Beteiligten andererseits froh, dass endlich wieder ein Formationswettbewerb ausgetragen werden kann – erstmals seit dem Ende der Bundesligasaison im Frühjahr 2020. Nach DM-Plat 3 im Herbst 2019 waren die Ludwigsburger in den folgenden Bundesliga-Durchgängen hinter dem TSC Schwarz-Gold Göttingen, Braunschweiger TSC und TSC Rot-Gold Casino Nürnberg auf Platz4 abgerutscht. Dies soll am Sonntag ab 14 Uhr korrigiert werden.

Standardformation des TC Ludwigsburg möchte aufs Podest

„Unser Ziel ist ein Treppchenplatz“, unterstreicht Beck, der weiß, dass der amtierende Meister Göttingen und auch Braunschweig zu stark sein werden für sein verjüngtes Team. Es dürfte also auf ein Duell um die Bronzemedaille mit den Nürnbergern hinauslaufen.

In einer großen Arena und vor imposanter Zuschauerkulisse präsentiert sich die Hälfte der TCL-Darsteller zum allerersten Mal in einem Formationswettbewerb. Es wartet also eine enorme Nervenprobe auf Nesthäkchen Sophia Trumpold (14), Johanna Frei, Sofia Kurtschenko, Viktoria Kiselev und Anne Frommholz. Bei den Männern fehlt Fabian Tomaschko, Ruben Schäfer und Ole Jung jegliche Erfahrung im Formationstanzen.

Jüngster männlicher Sportler beim TCL ist Emanuel Brajinovic (19), mehr als doppelt so alt ist Senior Thomas Schmid, der mit seinen 39 Lenzen den dritten Frühling erlebt. Seit Jahren sind Maria Novikova und Giulia Edel mit ihrer tänzerischen Klasse wichtige Leistungsträgerinnen.

Der TSC Residenz Ludwigsburg setzt bei der Rückkehr in den Elitekreis der Lateinteams auf die bewährte Choreografie „Sound of Sweden“. Trainer Klaus Pätzold verlangten die Coronaeinschränkungen doppelte Energie ab: „Die Mannschaft musste immer wieder motiviert werden für Veranstaltungen, die dann abgesagt wurden.“ Pätzold investierte viel Zeit und kümmerte sich persönlich um Impftermine für seine Sportlerinnen und Sportler.

Im Trainingslager kürzlich in Tuttlingen, das Kapitän Magnus Kizele und Denise Steidle organisierten, nahm Pätzold den Feinschliff vor. „Platz6 hätte ich gerne“, lautet seine Vorgabe, was in der Bundesligasaison 2022 den Klassenerhalt bedeuten würde.

TSC Residenz will Lokalrivalen Backnang hinter sich lassen

Beim TSC Residenz traut man sich zu, im Neuner-Feld am Samstag ab 15 Uhr die Mitaufsteiger Bochum und Kiel hinter sich zu lassen und auch das Nachbarschaftsduell mit der TSG Backnang für sich zu entscheiden. Die Neuzugänge Bastian Tiemann, Verena Noll und Saskia Forster haben sich als Verstärkungen erwiesen.

TCL: Emanuel Brajinovic (19)/Maria Novikova (23); Patrick Esch (30)/Sofia Kurtschenko (17); Nils-Arne Herold (30)/Johanna Frei (16); Ole Jung (33)/Tatjana Beinhauer (28); Pierre Kienzle (27)/Giulia Edel (21); Ruben Schäfer (26)/Anne Frommholz (27); Thomas Schmid (39)/Viktoria Kiselev (18); Fabian Tomaschko (28)/Sophia Trumpold (14).

TSC Residenz: Magnus Kizele (28)/Pauline Wecht (24); Bastian Tiemann (27)/Michaela Transier (35); Dario D’Ariano (34)/Clea Bayer (20); Denis Reimer (19)/Denise Steidle (30); Jonas Roth (26)/Vanessa Kupper (20); Chris Papagerorgiou (27)/Verena Noll (25); Matthias Sorg (23)/Tabea Klemm (20); Michael Bedard (28)/Saskia Forster (25).

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