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Der SGV Freiberg hofft noch auf den Wiederbeginn

In der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg hofft der Spitzenreiter SGV Freiberg auf eine baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach dem bis zum 7. März verlängerten Lockdown. Sollte die Hinrunde nicht komplettiert werden, müssten die Freiberger allerdings auch in der kommenden Saison in der Oberliga ran.

Christian Werner. Foto: Baumann
Christian Werner. Foto: Baumann

Freiberg. Seit Ende Oktober ruht für den SGV Freiberg wie für alle anderen Fußballvereine ab der Oberliga und darunter der Spiel- und Trainingsbetrieb. Mittlerweile hat sich der Württembergische Fußball-Verband (WFV) nach der Lockdown-Verlängerung bis zum 7. März zum weiteren Ablauf der aktuellen Runde geäußert: Eine reguläre Hin- und Rückrunde sei vom Tisch, auch eine Auf- und Abstiegsrunde nach der Komplettierung der Hinrunde. Sollte bis zum 9. Mai der Spielbetrieb wieder möglich sein, wird die Spielzeit nach dem Abschluss der Hinrunde bis zum offiziellen Saisonende am 20. Juni gewertet – und Auf- und Absteiger ermittelt.

Danach würde der Oberliga-Zweite anders als in der Vorsaison in eine Aufstiegsrelegation gehen. Sollte bis zum 9. Mai jedoch nicht wieder gespielt werden können, wären keine 50 Prozent der regulären Partien absolviert und die Saison würde nicht gewertet. Dann würde es keine Auf- und Absteiger geben – die Spielzeit 2021/22 wird dann mit einer identischen Besetzung an Vereinen angepfiffen.

Gute Karten bei Wiederbeginn

Nach 13 von 20 Hinrunden-Begegnungen führt der SGV die Tabellen souverän mit fünf Punkten Vorsprung vor dem ehemaligen Bundesligisten Stuttgarter Kickers an, eine bessere Tordifferenz kommt hinzu. Ohne eine zusätzliche Aufstiegsrunde hätte die Mannschaft von Evangelos Sbonias also bei einem Wiederanpfiff alle Trümpfe in der Hand, den Sprung in die Regionalliga zu schaffen.

Sollte die Runde aber tatsächlich nicht gewertet werden, müsste auch das absolut dominierende Team in dieser Spielzeit in der kommenden Runde erneut in der fünftklassigen Oberliga antreten. „Der Inzidenzwert im Land und im Kreis sinkt, einen Saisonabbruch halte ich so für unrealistisch“, sagt Freibergs Sportdirektor Christian Werner, „vor dem Szenario Abbruch gibt es noch verschiedene andere Möglichkeiten, die Runde fortzusetzen, wie etwa eine verkürzte Vorbereitung.“

Derzeit ist allerdings völlig unklar, wann der Mannschaftssport wieder losgehen kann. Im vergangenen Jahr war die Saison Mitte März unterbrochen und später abgebrochen worden, weil langsam und stufenweise gelockert wurde. Erst am 1.Juli waren in Baden-Württemberg Zweikämpfe wieder erlaubt worden.

Derzeit sind die SGV-Akteure in Kurzarbeit, ohne Vereinsvorgaben halten sich die Spieler auf freiwilliger Basis selbst fit – es hilft aktuell nur Daumendrücken, dass die Corona-Infektionszahlen weiter sinken und der Lockdown im März möglichst schnell gelockert wird.

Auf dem Wasen stellen die Verantwortlichen derzeit weiter die sportlichen Weichen. „Wir hatten drei Abgänge mit Patrick Fossi, Berkan Alimler und William Rodrigues, die haben wir positionsgetreu ersetzt,“ erklärt Werner. Nach Linksverteidiger Alexander Nandzik vom Zweitligisten Jahn Regensburg hat der Tabellenführer den vereinslosen Defensiv-Allrounder Nick Fenell unter Vertrag genommen und Innenverteidiger Azur Velagic vom Drittligisten Türkgücü München.

Die vom WFV mitgeteilten Szenarien haben derzeit Vorschlagscharakter. Bis heute haben die Vereine die Möglichkeit, sich zu äußern und zu den Planungen des Verbandes eine Stellungnahme abzugeben. Auf Grundlage dessen wird der Verband am 19. Februar eine endgültige Entscheidung treffen, ob die Vorgehensweise wie geplant auch umgesetzt wird.

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