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Freiburger Schule in Freiberger Abwehr

In der Fußball-Oberliga hat es der SGV Freiberg am Mittwoch (17 Uhr) zuhause mit dem SSV Reutlingen zu tun. Rechtsverteidiger Angelo Rinaldi hofft erneut auf einen Startelf-Einsatz.

Angelo Rinaldi. Foto. Baumann
Angelo Rinaldi. Foto. Baumann Foto: Baumann

Freiberg. Der SC Freiberg sorgt derzeit in der Bundesliga für ordentlich Furore: Der Sport-Club ist mit Abstand das aktuell beste Team in Baden-Württemberg und steht auf einem Champions-League-Platz. Angelo Rinaldi kommt exakt aus dieser so erfolgreichen Freiburger Fußballschule, er hat bei den SC-A-Junioren in der Bundesliga gespielt und für die Freiburger U23, am Samstagnachmittag stellte ihn der SGV-Coach Evangelos Sbonias gegen die Sport-Union Neckarsulm erstmals von Spielbeginn an auf die Wiese. Immerhin gilt es beim Titelaspiranten gerade, die Vielzahl an Gegentoren zu vermeiden. Die Freiburger Fußballschule steht für eine enorme Laufbereitschaft und eine besonders akribische taktische Ausbildung. Tugenden, die dem SGV gerade sicher helfen.

Der aktuell sehr formstarke Meisterschaftskonkurrent Stuttgarter Kickers hat in acht Oberliga-Partien gerade einmal drei Gegentore kassiert, die Freiberger in neun Begegnungen neun. Über seine rechte Seite ließ Rinaldi beim 1:1 am Samstag nichts anbrennen. Der Chefcoach lobt den 23-Jährigen ausdrücklich: „Er hat seine Sache gut gemacht. Angelo ist charakterlich ein Super-Junge, der eine Topausbildung als Rechtsverteidiger hat.“ Der Youngster könnte bei den Freibergern am Mittwoch gegen den einstigen Zweitligisten aus Reutlingen durchaus erneut gesetzt sein, zumal sein Konkurrent Yannick Thermann zuletzt erkältet war.

Seit Sommer auf dem Wasen

Rinaldi kam im Sommer auf den Freiberger Wasen, mit der Empfehlung von 50 Einsätzen in der Regionalliga, wo er zuletzt für den SSV Ulm kickte. Der Mann für die rechte Verteidigerposition oder das rechte Mittelfeld aus Hausen hat sechs Länderspiele für die U18-DFB-Auswahl absolviert. Der 1,83 Meter große Rinaldi kickte in seiner Jugend für die Schweizer Vereine FC Schaffhausen und FC Winterthur. Die Rückkehr in die Regionalliga mit dem Aufstieg des SGV ist aktuell Rinaldis Saisonziel, vielleicht ist auch noch etwas mehr drin. Immerhin sind die Freiburger um ihren Cheftrainer Christian Streich dafür bekannt, stets den Kontakt zu ihren einstigen Schützlingen besonders intensiv zu pflegen – und diese oftmals wieder zurück in den Breisgau holen.

„Wir haben zu viele Unentschieden“, betont Sbonias nach vier Remis in neun Spielen, „im Oktober müssen wir öfter dreifach Punkten.“ Am Samstag kassierte der mit neun Saisontoren beste Oberliga-Torjäger Dominik Salz die gelb-rote Karte, Goalgetter Marcel Sökler leidet derzeit unter einer formidablen Ladehemmung. Warum da nicht mit sehr gut ausgebildeten Defensivspezialisten wie Angelo Rinaldi die Abwehr stärken?

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