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Kreisderby zum Landesliga-Auftakt

Duell zweier Kontrahenten um den Klassenverbleib zwischen Kornwestheim und Pflugfelden

Daniel Zmpitas. Foto: Baumann
Daniel Zmpitas. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Mit dem Derby zwischen dem SV Kornwestheim und dem TV Pflugfelden startet am Wochenende die Fußball-Landesliga. Ziel beider ist wie auch für Germania Bietigheim, das die SG Sindringen/Ernsbach erwartet, der Klassenerhalt. Der FV Löchgau will dagegen vorne mitspielen. Erster Gegner ist der SV Kaisersbach.

In der nach abgebrochener Coronasaison unverändert mit den gleichen 19 Teams bestückten Landesliga erwarten die Coaches der Kreisvereine übereinstimmend die Sportfreunde Schwäbisch Hall und den SV Breuningsweiler vorne. „Hall ist für mich der Topfavorit“, sagt etwa Daniel Zmpitas vom TV Pflugfelden und verweist auf deren Kantersiege in der Vorbereitung gegen die Verbandsligisten VfB Neckarrems (4:0) und TSV Heimerdingen (7:1). Sein Löchgauer Kollege Thomas Herbst sieht Breuningsweiler im Vorteil: „Sie haben die größte Ruhe und meiste Erfahrung“, begründet er. Neben Türkspor Neckarsulm gelten zudem Kaisersbach und Löchgau als Aufstiegskandidaten. „So lange wie möglich vorne mitspielen“, will FVL-Trainer Herbst.

In anderen Sphären verortet Sascha Becker, Trainer des SV Kornwestheim, seine Elf. „Mindestens zehn Mannschaften, also mehr als die halbe Liga, spielt gegen den Abstieg. Da gehören wir dazu“, lautet seine Prognose. Pflugfeldens Zmpitas würde an der Stelle sofort den Finger heben. „Für uns geht es nur darum drinzubleiben.“ Andreas Eschenbach von Germania Bietigheim sieht es etwas überraschend ähnlich: „Klassenerhalt, wenn möglich einstelliger Tabellenplatz“, beantwortet er die Frage nach den Zielen.

Derweil ist Corona in den Planungen nach wie vor Thema. Für den nicht abwegigen Fall, dass im Herbst nur noch geimpfte, genesene und getestete Akteure trainieren und spielen dürfen, will Becker gewappnet sein. „Wir haben eine Datenbank aufgebaut, um zu sehen, für welchen Zeitraum die Spieler quasi safe sind. Bis zur Winterpause sind es jetzt schon zwei Drittel und es werden ja noch mehr“, erzählt er, befürchtet aber Wettbewerbsverzerrungen, falls kostenpflichtige Tests kommen: „Drei Tests in der Woche für einen Spieler zu zahlen, können sich wohl nur betuchtere Vereine leisten“, merkt er an.

Zum Auftakt plagen alle Kreisvereine mehr oder weniger größere Personalprobleme. „Immerhin haben wir offensiv die volle Kapelle dabei“, sagt Becker vor dem morgigen Derby: „Der Fitnesszustand und die Personallage werden wohl entscheiden“. Beim TVP steht dagegen eher die Defensive. „Da sind wir eingespielt“, bestätigt Zmpitas, der im Angriff neben Dimi Karagiannis auf die aus der eigenen Jugend hochgezogenen Max Stumm und Daniel Ntarok setzt.

Schon am Samstag sind Germania und Löchgau gefordert. „In Summe sehe ich unseren Kader stärker als letztes Jahr“, ist Germania-Coach Eschenbach vor dem Heimspiel gegen Sindringen/Ernsbach zuversichtlich. Man habe nun „mehr Tempo auf den Außen“, begründet er, muss aber auf Torjäger Edison Cenaj verzichten.

Zwei Mitfavoriten treffen in Löchgau aufeinander. Als „robust und furchtlos“ stuft Herbst Kaisersbach ein. Fehlen wird dem FVL Routinier Peter Wiens (Mittelfußverletzung).

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