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McDonald macht beim VfB auf sich aufmerksam

An der Sensation schnupperte der TSV Heimerdingen unter der Woche im WFV-Pokal, musste sich aber nach 120 Minuten mit 2:4 gegen Oberligist FV Ravensburg geschlagen geben.

Heimerdingen/Remseck. In der Verbandsliga geht es für den TSV morgen beim SSV Ehingen-Süd weiter. Ligarivale VfB Neckarrems ist parallel bei Aufsteiger TSV Crailsheim zu Gast.

„Wir hätten es verdient gehabt“, haderte Heimerdingens spielender Co-Trainer Daniel Riffert nach dem Pokalkampf und stellte heraus: „Spätestens ab der Halbzeit war das eine ganz starke Vorstellung von uns“. Riffert hatte sich selbst wegen Knieproblemen eine Pause verordnet und auch darüber hinaus rotiert.

Ein Ravenburger Eigentor bescherte dem TSV die frühe Führung (5.), die der Favorit aber bis Mitte der zweiten Hälfte in eine 2:1-Führung drehte. Heimerdingen war zu diesem Zeitpunkt jedoch längst gleichwertig und kam mit dem Schusspfiff durch einen Kopfball von Neuzugang Gabriel Fota zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich.

In der Verlängerung führte dann ein „individueller Fehler im Spielaufbau“ (Riffert) zum erneuten Rückstand (97.). Doch obwohl alsbald in Unterzahl, da sich Dennis Schäffler verletzte und das Auswechselkontingent erschöpft war, drängte der TSV auf das 3:3, das aber nicht fallen wollte. Erst in der 120. Spielminute machte Paul Strauß mit dem 4:2 den Deckel für den FVR drauf.

„Wenn wir diese Leistung am Samstag wieder auf den Platz bringen, werden auch die Ehinger Probleme bekommen“, blickt Riffert bereits auf das morgige Ligaduell voraus. An normales Training sei aber aktuell aufgrund der vielen Englischen Wochen nicht zu denken: „Da geht es vor allem um Dosierung und Regeneration“, erzählt er, zumal die Belastungen inzwischen zu Ausfällen führen: Neben Schäffler fehlen in Ehingen auch Roberto Ancona und Antonio di Matteo. Immerhin besteht insofern Waffengleichheit, als auch der Gegner am Mittwoch im Pokal gefordert war.

Freiwillig hat dagegen der VfB Neckarrems unter der Woche gespielt. Trainer Markus Koch hatte für die Reservisten einen Test gegen den SSV Zuffenhausen angesetzt, den man 5:1 gewann.

Im Hinblick auf den morgigen Auftritt in Crailsheim nutzte dabei vor allem der Ex-Ludwigsburger Emanuel McDonald die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Drei Treffer markierte er und könnte in die VfB-Startelf rücken, denn Topangreifer Sascha Häcker, beim 2:4 zum Auftakt gegen Hollenbach auffälligster Remser, muss wegen einer lange geplanten Handwurzel-OP für ein paar Tage aussetzen. „Physisch bringt McDonald alles mit. Gegen Zuffenhausen hat er nun endlich auch besser defensiv mitgearbeitet“, lobt der Coach.

Kapitän muss ersetzt werden

Neben Häcker gilt es beim Aufsteiger Crailsheim, der letzte Woche deutlich mit 0:4 in Fellbach unterlag, auch den gelb-rot-gesperrten Kapitän Micha-Colin Läubin zu ersetzen. Philipp Bez könnte somit ins Team gespült werden. Eine Option ist nun auch wieder Viktor Ribeiro.

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