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Auftragsrekord für Teamtechnik aus Freiberg

Der Maschinenbauer setzt auf Solarkraft, E-Mobilität und Medizintechnik

Teamtechnik-Chef Stefan Roßkopf kann zufrieden sein. Foto: Teamtechnik
Teamtechnik-Chef Stefan Roßkopf kann zufrieden sein. Foto: Teamtechnik

Freiberg. . Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs haben die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer insgesamt Rückgänge beim Auftragseingang vermelden müssen. Für das Unternehmen Teamtechnik mit Firmensitz in Freiberg am Neckar dagegen ist eine schlechte Auftragslage kein Thema – im Gegenteil: Der Automatisierungsspezialist, der im Jahr 2020 etwa 140 Millionen Euro Umsatz gemacht hat und seit Februar vergangenen Jahres mehrheitlich dem im Börsenindex M-Dax notierten Dürr-Konzern gehört, hat zuletzt gleich mehrere Großaufträge vermelden können.

Teamtechnik mit zuletzt knapp 670 Mitarbeitern bezeichnet sich selbst als führend im Bereich Produktionstechnologie sowie Montage- und Funktionsprüfungsanlagen. Schwerpunkte sind dabei die Geschäftsfelder Medizintechnik, E-Mobilität und grüne Energie. In allen drei Segmenten gab es in den vergangenen Monaten größere Bestellungen. Von Januar bis Mai 2022 verzeichnete das Unternehmen insgesamt einen Rekordauftragseingang von mehr als 100 Millionen Euro.

So werden die Freiberger 20Klebe-Stringer-Anlagen für die größte Solarmodulfabrik Europas auf Sizilien liefern, die der italienische Energieversorger Enel errichtet. Mit solchen Maschinen können Solarzellen zu Solarmodulen verbunden werden. Die dafür notwendigen Drähte müssen exakt aufgebracht werden. Mit den Maschinen von Teamtechnik geschieht das nicht per Lötverfahren, sondern mit einem elektrisch leitfähigen Kleber – eine Technik, die sich das Unternehmen hat patentieren lassen.

Ein Medizintechnikkonzern wiederum hat einen Auftrag an Hekuma vergeben, die seit Sommer vergangenen Jahres Teil von Teamtechnik ist. Sie wird eine vollautomatisierte Produktionslinie für Labor-Einwegprodukte errichten. Damit nicht genug werden die Freiberger für einen weiteren Kunden aus der Medizintechnikbranche eine neu entwickelte Anlage zur Hochleistungsmontage von Glasspritzen bauen. Zudem orderten drei Autohersteller aus den USA, Deutschland und China Prüfanlagen für Hybrid- und Elektroantriebe. „Einmal mehr zeigt sich die Stärke unseres Drei-Säulen-Geschäftsmodells mit der Fokussierung auf Zukunftsbranchen, in Kombination mit unserer weltweiten Aufstellung. Die Bestellungen kommen aus drei Kontinenten“, so der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Roßkopf. Mindestens ebenso sehr würde er sich vermutlich über weitere Mitarbeiter freuen: Während es an Aufträgen nicht mangelt, macht Teamtechnik genau wie vielen anderen Firmen der leer gefegte Arbeitsmarkt zu schaffen.

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