Ludwigsburg | 02. Juni 2015

Sprüche aus der Kindheit

„Die Kinder in Afrika wären froh, wenn sie das zu essen hätten“, „Wieso willst du telefonieren? Ihr habt euch doch den ganzen Tag in der Schule gesehen!“ Viele kennen solche Sprüche aus der Kindheit. Manche sind mit einem Augenzwinkern formuliert, manche auch deutliche Mahnungen: „Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst...“. „Die Sprüche sind Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse und deshalb stark zeitabhängig“, sagt Peter Schlobinski, Professor für Germanistische Linguistik an der Leibniz Universität Hannover und Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache. Im Laufe der Zeit wandelten sie sich, denn die gesellschaftlichen Normen veränderten sich. Sie reflektierten Gebote und Verbote. „Die Sprüche dienen dazu, Orientierung im Leben zu geben.“

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