17. Februar 2017

69 Blitzer liefern scharfe Fotos

69 stationäre Radarfallen sorgen im Kreis dafür, dass die Autofahrer den Fuß vom Gas nehmen. Vor allem an Unfallschwerpunkten stehen die Blitzer.

Fast jeder kennt diesen Moment. Einmal nicht auf die Geschwindigkeit geachtet, plötzlich gibt es einen grellen roten Blitz von der Straßenseite. Weit über 100 000 Mal sind Autofahrer im vergangenen Jahr in eine der Radarfallen in den Städten und Gemeinden des Landkreises Ludwigsburg mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Für die Verstöße mussten die Temposünder tief in die Tasche greifen. 4,9 Millionen Euro flossen im vergangen Jahr in die Kassen von Städten und Kreis. Tendenz steigend. „Überhöhte Geschwindigkeit ist immer noch eine der Hauptunfallursachen“, lässt der Erste Landesbeamte Jürgen Vogt über seine Pressestelle ausrichten. „Durch regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen konnte eine Vielzahl von Unfallschwerpunkten im Kreis entschärft werden“, ist er überzeugt. Deshalb sei auch die Zahl der Verkehrstoten bis auf zehn in 2015 gesunken. 2006 gab es noch 18 Tote. In den vergangenen zehn Jahren ist gleichwohl die Zahl der Unfälle von 10 745 auf 16 045 gestiegen. Landkreis Ludwigsburg: Der Kreis ist zuständig für die Verkehrsüberwachung in den Städten und Gemeinden, unter 20 000 Einwohnern. Die großen Kreisstädte Ludwigsburg, Bietigheim-Bissingen, Kornwestheim, Ditzingen und Remseck setzen eigene Anlagen ein. In Vaihingen an der Enz gibt es keine stationären Blitzer.

 

 

An 40 Stellen sind Starenkästen und auch neuere Blitzer aufgestellt, die vom Landratsamt betrieben werden. Geblitzt hat es im vergangenen Jahr 53 666 Mal. In 52 828 Fällen wurde ein Verwarnungs- oder Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Einnahmen betrugen rund 1,16 Millionen Euro. Diese kommen nach Auskunft aus dem Landratsamt Verkehrsverbesserungen zugute. Schwerpunkt war in Freudental die Heilbronner Straße. Es wurde an 333 Einsatztagen 12 359 Mal geblitzt. Bußgeldeinnahmen: rund 270 000 Euro. Hier ist eine besonders gefährliche Stelle mit einer unfallträchtigen Kurve. 10 408 mal hat es in Kirchheim an der Hohensteiner Straße geblitzt. Diese Radarfalle dient vor allem dazu, den Schulweg sicherer zu machen. In Pleidelsheim (Marbacher Straße / 8346 Fälle) und in Freiberg (Benninger Straße / 9156 Fälle) konnten zusammen rund 380 000 Euro eingenommen werden. Hier wurde vor allem wegen Feinstaub die Geschwindigkeit reduziert. Stadt Ludwigsburg: In der Stadt gibt es zehn Geschwindigskeitsmessanlagen und eine Kombianlage an der Stuttgarter Straße, die auch überwacht, wenn eine rote Ampel überfahren wird. Die Zahl der Blitzerfälle und damit auch die Einnahmen sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. In 2015 gab es 37 515 Fälle, bei denen Autofahrer zu schnell unterwegs waren. Das kostete 976 108 Euro. Im vergangenen Jahr fuhren 43 761 Autofahrer zu schnell. Damit erhöhten sich die Einnahmen auf 1,121 Millionen Euro. Kornwestheim: Hier sind die Einnahmen aus der Geschwindigkeitsüberwachung an den drei Anlagen sogar im vergangenen Jahr zurückgegangen. Flossen in 2015 noch 726 951 Euro in die Stadtkassen, waren es in 2016 „nur“ noch 688 301. Die höchsten Verstöße sind auf der B27 zu verzeichnen, weshalb es hier auch entsprechend viele Kontrollen gibt. Ditzingen: In der Stadt stehen sieben stationäre Blitzer. Im vergangenen Jahr wurden 4881 Fälle verzeichnet. Vier Jahre zuvor waren es noch fast dreimal so viele (13 570) Die Einnahmen beliefen sich zuletzt auf 75 423. In 2012 waren es gewaltige 221 631. Schwerpunkt ist in Ditzingen die Feuerbachstraße, wo rund ein Drittel aller Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen wurden. Bietigheim-Bissingen: Die Stadt gibt nicht bekannt, wo die Blitzer stehen. Die LKZ hat fünf gezählt. Es gibt auch keine gesonderten Zahlen, wie oft an den Radarfallen geblitzt wird. Remseck am Neckar: Hier sind drei Radarfallen fest aufgestellt worden, wovon aber eine (in der Hochdorfer Straße) zurzeit nicht aktiv ist. Immer mehr Autofahrer treten zu stark aufs Gaspedal. Die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen lag 2015 noch bei 3551, im vergangenen Jahr waren es 4131. Insgesamt 83 529 Euro flossen in die Stadtkasse. Vaihingen an der Enz: hat keine stationären Anlagen. Mit mobilen Messungen an 70 Tagen wurden 361 000 Euro eingenommen.

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