Freiburg/Marktoberdorf. Unwetter über Teilen Süddeutschlands haben Schäden angerichtet, mehrere Menschen wurden verletzt. In Baden-Württemberg gab es in Freiburg mindestens drei Verletzte, darunter zwei Kinder. Die Kinder trugen durch umgestürzte Bäume leichte Verletzungen davon, zudem verletzte eine umgefallene Baustellenabsperrung einen Menschen verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein Streifenwagen der Polizei sei von einem abgebrochenen Ast getroffen worden.
In einigen Teilen der Stadt kam es in der Nacht außerdem zu Stromausfällen, wie der Netzbetreiber Badenova auf seiner Homepage angab. Insgesamt führte das Unwetter im Stadtgebiet zu circa 50 Einsätzen der Feuerwehr, 70 Einsatzkräfte waren im Dienst. Fahrradwege und Straßen waren teils blockiert. Die Gewitterfront sei durchgezogen und die Lage im Griff, hieß es weiter.
Gewitter auch in Bayern
Auch über Bayern zogen Gewitter hinweg. Im Ostallgäu fuhr ein Zug gegen einen vom Sturm umgestürzten Baum und entgleiste leicht. «Es gab keine Verletzten», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Mit dem Regionalzug, der auf der Strecke Augsburg - Füssen fährt, seien 15 Fahrgästen unterwegs gewesen. Sie fuhren mit einem Ersatzbus weiter.
Der Zug wurde nach dem Vorfall in der Nacht am Mittwoch abgeschleppt. Die Strecke blieb nach Angaben der Bayerischen Regiobahn (BRB) aber zunächst weiter gesperrt, zwischen Marktoberdorf und Füssen fuhren Ersatzbusse. Wie lang die Strecke nicht befahrbar ist, ist noch unklar. «Das kann unter Umständen auch noch ein paar Tage dauern», sagte eine BRB-Sprecherin. Die Bahn müsse zunächst prüfen, inwieweit durch den Vorfall die Gleise beschädigt wurden. Der Baum war nahe des Marktoberdorfer Ortsteils Leuterschach umgestürzt.
Darüber hinaus verzeichnete das Polizeipräsidium rund 50 unwetterbedingte Einsätze in der Region - etwa auf Radwege gestürzte Bäume oder verwehte Gartenmöbel. «Es hat ordentlich geblasen, aber es ist glimpflich ausgegangen», bilanzierte der Polizeisprecher.
Wie es mit dem Wetter am Mittwoch weitergeht
Laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist am Mittwoch vom Südwesten bis zum Oberpfälzer Wald mit schauerartig verstärktem Regen zu rechnen - im Südosten am Nachmittag anhaltend. Im Nordwesten und Norden seien Schauer und einzelne Gewitter möglich. Die Temperaturen sacken gegenüber Dienstag deutlich ab und erreichen Höchstwerte von bis zu 23 Grad.
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