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Arabische Halbinsel
Militärkreise im Jemen: Huthi graben sich bei Meerenge ein

Iran-Krieg - Jemen
Der Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist damit Teil einer für den Welthandel enorm wichtigen Schifffahrtsroute. (Archivfoto) Foto: Abdulnasser Alseddik
Die Huthi sichern angeblich ihre neuen Stellungen mit Gräben und Minen. Für die Sicherheit der Schifffahrtsroute durch den Bab al-Mandab sind das keine guten Neuigkeiten.

Aden. Die Huthi bauen nach dpa-Informationen ihre Stellungen um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab aus. Wie eine den Streitkräften der international anerkannten Regierung nahestehende Quelle mitteilte, hoben die Rebellen etwa Gräben aus, um die kürzlich eroberten Gebiete an der jemenitischen Rotmeerküste zu verteidigen. Auch von Minen war die Rede, ob von Seeminen oder Landminen blieb jedoch unklar.

Die mit dem Iran verbündeten Huthi hatten in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen überrannt und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie haben damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien. 

Die international anerkannte Regierung des Jemen liefert sich mit ihren Verbündeten Saudi-Arabien und verschiedenen Milizen einen Bürgerkrieg mit den Huthi. Die Huthi, die seit Jahren die Hauptstadt Sanaa und weitere Gebiete kontrollieren, sind inzwischen auf dem Vormarsch. Knapp 100.000 Menschen waren UN-Angaben zufolge infolgedessen auf der Flucht.

© dpa-infocom, dpa:260916-930-692907/1