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«Hells Angels»
Rocker-Razzia: Auch Polizist und Stadt-Mitarbeiter im Visier

Groß angelegte Razzia gegen Geldwäscher und "Hells Angels"
Polizeibeamte während der Razzia in Duisburg Foto: Christoph Reichwein
Im Zuge der Ermittlungen gegen die «Hells Angels» stehen ein Polizist und städtische Mitarbeiter im Verdacht, vertrauliche Informationen weitergegeben zu haben.

Duisburg. Bei den Ermittlungen gegen «Hells Angels» sind in NRW auch ein Polizist und zwei städtische Mitarbeiter aus Duisburg ins Visier geraten. Gegen sie wird laut Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts ermittelt, dass sie dienstlich erlangte Informationen an Dritte weitergegeben haben. Der WDR hatte zuvor berichtet.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir können bestätigen, dass sich im Rahmen der Ermittlungen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür ergeben haben, dass ein Polizeivollzugsbeamter und zwei städtische Mitarbeitende dienstlich erlangte Informationen an Dritte weitergegeben haben.»

Zudem werde gegen einen weiteren städtischen Mitarbeiter aus Duisburg wegen des Verdachts der Bestechlichkeit «aufgrund der Annahme von Geldzahlungen für die Gewährung von Vorteilen» ermittelt.

Am Morgen hatten mehr als 1.000 Polizisten gleichzeitig in mehreren Orten in NRW, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Rheinland-Pfalz zugeschlagen. Durchsuchungen gab es auch in den Niederlanden, Belgien und Bulgarien. Laut den Ermittlern geht es um ein Geldwäsche-Netzwerk rund um Rocker der «Hells Angels».

© dpa-infocom, dpa:260930-930-765470/9