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WM in Berlin
«Katastrophal»: Basketball-Chefcoach zerlegt heimische Liga

Spanien - Deutschland
Olaf Lange kritisiert die Bundesliga. Foto: Andreas Gora
Berlin hat ein Fest des Frauen-Basketballs hinter sich. Bei der WM strahlte die Nationalmannschaft - doch in der Liga sieht der Bundestrainer noch sehr viel Luft nach oben.

Berlin. Basketball-Bundestrainer Olaf Lange hat seinen Spielerinnen zum Ende der Heim-WM offensiv geraten, die deutsche Liga zu verlassen. «Ich muss dafür Sorge tragen, dass unsere Topspielerinnen ins Ausland gehen. Solange sich da in der Liga nichts tut, wird es schwierig, diesen Erfolg zu halten», sagte Lange am Abend. Zuvor hatten die Basketballerinnen das Bronze-Spiel gegen Spanien deutlich mit 58:81 verloren und die erste WM-Medaille verpasst.

In Alexandra Wilke, Britta Daub und Emma Eichmeyer spielen drei der zwölf Spielerinnen in der Damen Basketball-Bundesliga, die laut Lange in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur stagniert, sondern sich sogar rückwärts entwickelt hat.

Bundestrainer: 2002 bessere Strukturen als 2026

«Meine Zeit in der Bundesliga war von 1995 bis 2002. Damals hatten wir in den Top-Vereinen bessere Strukturen als heute - und wir sind in 2026. Das sagt schon alles. Es ist sehr rückläufig», sagte Lange. Sein Team hatte in Berlin überraschend das Halbfinale erreicht und auf dem Weg dorthin Europameister Belgien besiegt. Platz vier bei einer WM ist das beste Abschneiden in der Geschichte der deutschen Basketballerinnen.

Geht es nach dem Bundestrainer, kann die Liga mit dem Fortschritt des Nationalteams nicht mithalten. Die Situationen bei den Vereinen seien «halbprofessionell. Medizinisch sind die Situationen katastrophal», kritisierte Lange.

Spanien - Deutschland
Die Basketballerinnen sind nach dem Bronze-Spiel ernüchtert. Foto: Andreas Gora

© dpa-infocom, dpa:260914-930-680851/1