Logo

Pandemie
Laden-Maskenpflicht entfällt in großen Teilen Deutschlands

Corona-Regel in Geschäft
Ein Schild an der Eingangstür eines Schreibwarengeschäfts in Staufen im Breisgau. In großen Teilen Deutschlands entfallen nahezu alle Corona-Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Maskenpflicht und 3G-Rege Foto: Philipp von Ditfurth
Shoppen ab jetzt wieder ohne Maske: Das weitgehende Wegfallen der Corona-Maßnahmen in der Bundesrepublik freut manche - und sorgt bei anderen für gemischte Gefühle.

Deutschland. Wer einkaufen geht, muss in großen Teilen Deutschlands keine Maske mehr tragen. Die Supermärkte, Discounter und anderen Geschäfte öffnen am heutigen Montag ihre Türen und dürfen erstmals seit etwa zwei Jahren wieder Kundinnen und Kunden hereinlassen, die keine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Bund und Länder hatten ihre Corona-Maßnahmen entsprechend gelockert. Am Freitag war die Maskenpflicht bereits in Berlin gefallen, am Sonntag dann in den meisten anderen Bundesländern - dort war der Einkauf in Geschäften mit Sonntagsöffnung ohne Maske schon möglich, etwa an Bahnhöfen. Nun fällt die Maskenpflicht im großen Stil.

Nur Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sind Hotspot

Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern halten im Rahmen einer sogenannten Hotspot-Regelung aber vorerst an der Tragepflicht fest. Andere Bundesländer verzichteten auf so einen Sonderweg. Seit Ende April 2020 war das Tragen einer Maske in Geschäften bundesweit vorgeschrieben gewesen.

Lesen Sie hier: So stehen Ludwigsburger Einzelhändler zu der Entscheidung

Im Einzelhandel sorgt das Ende für gemischte Gefühle. Die Gewerkschaft Verdi berichtete mit Blick auf das Ansteckungsrisiko von Besorgnis unter den Beschäftigten. Auch unter den Arbeitgebern gibt es viele kritische Stimmen. In einer Umfrage des Handelsverbands Bayern unter Einzelhändlern gab eine knappe Mehrheit an, das Ende der Maskenpflicht für falsch zu halten. 11,7 Prozent der Einzelhändler in Bayern wollen der Umfrage zufolge in ihren Geschäften an der Maskenpflicht festhalten, 77,4 Prozent dagegen nicht über das Hausrecht Masken vorschreiben.

Auch im Supermarkt ab sofort ohne Maske

Die großen Handelsketten gehören aber nicht dazu - bei ihnen entfällt die Tragepflicht, etwa bei Rewe, Lidl, Aldi und Edeka im Lebensmittelbereich, beim Möbelhändler Ikea, bei der Buchhandelskette Thalia oder den Textilketten H&M und Primark. Mitunter wird den Kunden aber empfohlen, freiwillig weiterhin Maske zu tragen.

© dpa-infocom, dpa:220404-99-785138/3