Öllingen. Nach dem Absturz einer Achtjährigen in einer Höhle auf der Schwäbischen Alb ist das Kind nach Angaben der zuständigen Gemeinde auf dem Weg der Besserung. Das Mädchen werde voraussichtlich bereits am Montag ohne Verletzungen und bleibende Einschränkungen vom Krankenhaus entlassen, teilte die Gemeinde Öllingen (Alb-Donau-Kreis) mit.
Das Kind war nach Angaben der Polizei am Donnerstag mit seiner Familie bei der Bocksteinhöhle im Lonetal wandern gewesen und dabei in eine Höhle abgestürzt. Das Mädchen sei drei Meter in die Tiefe gefallen und schwer verletzt worden. Ein Rettungshubschrauber flog das Kind in eine Klinik.
Höhle ist frei zugänglich - Gelände bis auf weiteres gesperrt
Von der Polizei hieß es, mutmaßlich aus Unachtsamkeit sei die Achtjährige in eines der Löcher gestürzt. «Die Höhle weist natur- und felsbedingte Löcher in der Decke auf», so die Polizei.
Die Bocksteinhöhle gehört zum Unesco-Welterbe «Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb». Die Höhle sei frei zugänglich und müsse aus Gründen des Natur- und Denkmalschutzes sowie wegen des Unesco-Welterbestatus so natürlich wie möglich belassen werden, teilte die Gemeinde Öllingen mit.
Der gesamte Höhlenkomplex im Umfeld der Bocksteinhöhle wurde vorsorglich weiträumig abgesperrt, um weitere Gefahren auszuschließen, wie der Bürgermeister der angrenzenden Gemeinde Rammingen, Christian Weber, mitteilte. «Die Absperrung bleibt bis auf weiteres bestehen, bis die Situation abschließend bewertet ist und über weitergehende Maßnahmen entschieden wurde.»
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