Mannheim. In Mannheim soll es Medienberichten zufolge am vergangenen Samstag zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen politisch unterschiedlichen Gruppen gekommen sein. Das rechtskonservative Portal «Apollo News» berichtete, eine «Gruppe konservativer Aktivisten» sei von «vermummten Linksextremisten» mit Schlagstöcken attackiert worden. Dabei soll es auch Verletzte gegeben haben.
Die Polizei bestätigte auf Anfrage lediglich, dass sie wegen einer Auseinandersetzung an dem Tag ermittelt. Beamte seien vor Ort gewesen und hätten Kontakt zu Geschädigten gehabt, sagte ein Sprecher. Weitere Angaben zu den Beteiligten, möglichen Verletzten und dem Ablauf machte die Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht.
AfD-Politiker fordern Aufklärung
Der Mannheimer AfD-Bundestagsabgeordnete Heinrich Koch sowie die beiden Mannheimer AfD-Landtagsabgeordneten Bernhard Pepperl und Rüdiger Ernst forderten eine «umfassende und transparente Aufklärung durch Polizei, Staatsanwaltschaft und die zuständigen Staatsschutzbehörden». Es müsse geklärt werden, ob eine organisierte, politisch motivierte Gewalttat mit überregionalen Strukturen vorliege, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.
Laut einem Eintrag auf der vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuften Plattform Indymedia war es bei dem Vorfall um die Gruppe «Gemeinsam Deutschland Gestalten» gegangen. Rund 20 Personen dieser Gruppe, die laut Indymedia zu einem Stammtisch zusammenkommen wollten, seien dann von lokalen Antifaschistinnen und Antifaschisten umstellt worden. Eine «erzieherische Abreibung» habe dann zu einigen Verletzten geführt.
Auf Indymedia können Beiträge ohne Registrierung und auch anonym oder unter falschem Namen veröffentlicht werden. Schon mehrfach haben sich vermeintliche Bekennerschreiben und andere Veröffentlichungen auf Indymedia als Fälschungen herausgestellt.
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