Mannheim. Nach den massiven Ausschreitungen im Südwest-Derby des DFB-Pokals zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern (0:1) hat der Deutsche Fußball-Bund auf Instagram eine Analyse angekündigt. Die Vorfälle würden «umfassend aufgearbeitet», hieß es in einem unmittelbar nach dem Erstrundenspiel veröffentlichten Post. «Der Deutsche Fußball-Bund wird die Berichte auswerten und den zuständigen Gremien zuleiten.» Für sicherheitsgefährdendes Verhalten sei im Fußball kein Platz, hieß es abschließend.
Nach torlosen 90 Minuten eskalierte die Situation im Carl-Benz-Stadion, als nach einer Rudelbildung zwischen den Spielern auf dem Rasen auch noch einige FCK-Anhänger Feuerwerkskörper in den Sitzplatzbereich schossen. Daraufhin stürmten Mannheimer Fans den Platz. Einsatzkräfte der Polizei - auch zu Pferd - mussten einschreiten, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Zeitweise drohte die Partie abgebrochen zu werden. Ein Sprecher der Polizei erklärte auf dpa-Nachfrage, dass die Auswertung der Geschehnisse rund um das Duell noch andauere.
Innenminister: «Kein normales Derby»
Der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel verurteilte die Szenen. «Das war heute in Mannheim kein normales Derby», erklärte der CDU-Politiker. «Wer den Fußball als Bühne für Gewaltexzesse missbraucht, andere Fans mit Absicht in Gefahr bringt und vor allem auch Sicherheitskräfte verletzt, ist kein Fan, sondern ein Krimineller. Genau so werden wir diese Typen auch behandeln, um Recht und Ordnung in unseren Stadien durchzusetzen.»
Zugleich lobte Hagel die Einsatzkräfte. Die Polizei habe «Großartiges geleistet und meine volle Rückendeckung», sagte er. Die Mannheimer Polizei sei «hochprofessionell vorbereitet» gewesen.
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