Stuttgart. Nach dem Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen und weiteren mutmaßlichen Sabotageversuchen an Stromversorgungs-Anlagen tauschen sich die Ermittler in den betroffenen Bundesländern aus. Das baden-württembergische Landeskriminalamt (LKA) steht nach eigenen Angaben mit den ermittelnden Dienststellen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen im Informationsaustausch. Ziel sei es, Ermittlungsansätze zu gewinnen, teilte ein LKA-Sprecher auf Anfrage mit. Weitere Angaben machte er nicht.
Der Brand in Reutlingen hatte im Juni rund 7.600 Gebäude und etwa 40.000 Menschen zeitweise ohne Strom zurückgelassen. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Einen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht.
In Brandenburg waren am Dienstag an einem Umspannwerk Spreng- und Brandvorrichtungen entdeckt worden. In Nordrhein-Westfalen gab es ebenfalls einen Vorfall im Zusammenhang mit kritischer Infrastruktur: In Bergheim bei Köln mussten nach einer Störung fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke vom Netz gehen.
© dpa-infocom, dpa:260902-930-621235/1
