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Papst hat entschieden
Freiburger Würtz neuer Bischof für Eichstätt

Bischofsweihe von Christian Würtz
Christian Würtz (Mitte) war 2019 in Freiburg Weihbischof geworden. (Archivbild) Foto: Patrick Seeger
Eichstätter Dom
Im Eichstätter Dom wurde die Neuigkeit verkündet. (Archivbild) Foto: Lennart Preiss
Eichstätt
Eichstätt hat wieder einen neuen Bischof. (Archivbild) Foto: Lennart Preiss
13 Monate mussten die Katholiken im bayerischen Bistum Eichstätt warten, bis die Personalentscheidung endlich verkündet wird: Der Vatikan wählte einen Weihbischof aus dem Breisgau.

Eichstätt/Freiburg. Das Bistum Eichstätt in Bayern hat einen neuen Bischof aus Baden: Papst Leo XIV. hat den Freiburger Weihbischof Christian Würtz zum neuen Oberhirten ernannt. Am Mittag wurde die Personalentscheidung im Eichstätter Dom und zeitgleich im Vatikan verkündet.

Mit Applaus wurde Würtz im Dom begrüßt. «Es braucht Mut, sich in eine völlig neue Situation hineinzubegeben», sagte der 55-Jährige. «Der Abschied aus Freiburg fällt mir nicht leicht.» Würtz stammt aus Karlsruhe und trägt zwei Doktortitel - in Jura und in Theologie.

Vorgänger gab Amt vor 13 Monaten ab

Im Juni 2025 hatte Eichstätts langjähriger Bischof Gregor Maria Hanke sein Amt abgegeben, nachdem der Papst sein Rücktrittsgesuch angenommen hatte. Hanke galt zusammen mit seinen Kollegen aus Passau, Regensburg und Köln als dezidierter Kritiker der Reformbestrebungen deutscher Katholikinnen und Katholiken und sah das Reformprojekt Synodaler Weg kritisch. Die Eichstätter Bischofsernennung ist die erste wichtige Personalentscheidung von Papst Leo für Bayern. 

Eichstätt ist, gemessen an der Zahl der Katholikinnen und Katholiken, das kleinste bayerische Bistum mit 334.517 Mitgliedern (Stand: 2025). Die Diözese liegt zentral im Freistaat und erstreckt sich vom Süden Nürnbergs bis nach Ingolstadt. 

In den vergangenen Jahren hatte das Bistum Eichstätt vor allem Schlagzeilen wegen eines Finanzskandals gemacht - Verantwortliche standen vor Gericht, weil das Bistum spekulative Immobilieninvestitionen in den USA in Höhe von rund 60 Millionen US-Dollar (aktuell etwa 52,6 Millionen Euro) gemacht hatte, die nicht wie geplant zurückflossen.

© dpa-infocom, dpa:260707-930-346367/1