Stuttgart. Bei Grabungen etwa in Gärten werden immer mal wieder unterirdische Leitungen beschädigt. Fachleute mahnen daher, sich vor den Arbeiten möglichst gut über den Verlauf von Strom-, Gas-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen zu informieren. Wenngleich nicht immer alle Leitungen verzeichnet seien oder auch mal anders liegen als vermerkt.
Christoph Walker von der Karl Walker GmbH in Sindelfingen beispielsweise erläuterte dazu: «Generell herrscht bei uns „Baufirmen“ eine permanente Unsicherheit beim Thema Leitungen und Leitungsträger.» In den vergangenen Jahren habe die Anzahl der Marktteilnehmer vor allem im Bereich Telekommunikation stark zugenommen. «Und man weiß nie genau, welcher Anbieter wo welche Leitungen liegen hat.»
Gesundheitsrisiken von Strom bis Gas
Gerade im Frühjahr komme es bei Bauarbeiten immer wieder zu unbeabsichtigten Schäden an Versorgungsleitungen, erklärte Andreas Herre, Leiter der Netzregion Donau beim Netzbetreiber Netze BW. Das zeige sich deutlich durch vermehrte Stromausfälle im Niederspannungsbereich, wodurch etwa Haushalte und Straßenbeleuchtungen betroffen seien.
Dass Menschen zu Schaden kommen, sei eher die Ausnahme. Nichtsdestotrotz bestehen Risiken für die Gesundheit, warnte das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart - angefangen bei Stromschlägen bis hin zu Gasaustritten.
Zur Zahl beschädigter Leitungen oder Verletzungen hatten weder Netze BW noch der Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen noch der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg Angaben.
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