Mannheim. Die vor einer Woche bei Mannheim tot aufgefundene 19-Jährige soll laut Polizei Ende Februar an einer Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Mutmaßlich sei daran auch der des Mordes verdächtige 17-Jährige beteiligt gewesen, hieß es in einer Mitteilung. Zuvor hatte der «Mannheimer Morgen» berichtet.
Die 19-Jährige habe dazu einen Vernehmungstermin gehabt, der allerdings erst nach der tödlichen Tat terminiert gewesen sei, teilte die Polizei mit. Zu der Rolle der jungen Frau in der Auseinandersetzung, ob sie Opfer, Zeugin oder auch Täterin gewesen sein soll, wollte sich die Polizei nicht äußern. Weitere Angaben zu der Auseinandersetzung machte ein Sprecher ebenfalls nicht.
Ermittler gehen von Eifersucht als Tatmotiv aus
Die Leiche der 19-Jährigen war vergangene Woche Mittwoch in einem Naherholungsgebiet bei Mannheim entdeckt worden. Der 17-jährige Syrer war laut den Sicherheitsbehörden noch am selben Tag festgenommen worden. Er befindet sich in Haft. Er und das Opfer führten den Angaben nach seit mehr als einem Jahr eine Beziehung.
Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die beiden am Dienstagabend vergangener Woche getroffen hatten und dann gemeinsam zu dem Naherholungsgebiet gegangen waren. Dort soll der Mann am frühen Mittwochmorgen auf die Frau eingeschlagen haben. Er soll die Frau mit seinen Händen und mutmaßlich einem Ast getötet haben. Es habe sich nach bisherigen Erkenntnissen «um einen plötzlichen, unvorhergesehenen Angriff» gehandelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher habe keine Möglichkeit für die Frau bestanden, den Angriff abzuwehren.
Die Ermittler gehen laut einer früheren Mitteilung von Eifersucht als Tatmotiv aus. In der Vergangenheit soll es zwischen Opfer und dem 17-jährigen mutmaßlichen Täter immer wieder Konflikte gegeben haben. Die Hinweise hätten sich daraufhin verdichtet, dass Eifersucht bei der Tat, die als Mord gewertet wird, eine Rolle spielen könnte, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Die genauen Umstände werden noch ermittelt.
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