Stuttgart. Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg sollen im Umgang mit Medien besser geschult werden. Das Kultusministerium wolle ein Konzept zur Stärkung von Medienkompetenz und Medienerziehung umsetzen, teilte ein Sprecher in Stuttgart mit. «Der Umgang mit Medien ist heute eine zentrale Grundkompetenz.»
Die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler solle unter anderem im Rahmen des schon etablierten Schulfachs «Informatik und Medienbildung» an allen weiterführenden Schulen bis Klasse 10 beziehungsweise 11 an Gymnasien gestärkt werden. Aber auch Erstklässler und Erstklässlerinnen hat das Ministerium im Blick - ohne, dass es dort ein eigenes Schulfach geben solle.
Darüber hinaus handele es sich um eine Querschnittsaufgabe, hieß es. Zum Beispiel sollten sich die Schülerinnen und Schüler in Gemeinschaftskunde mit Social Media befassen. Bei der Entwicklung eines Konzepts werden den Angaben nach unter anderem die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) und das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) einbezogen.
Lehrkräfte, Eltern und Plattform-Betreiber in der Pflicht
Im Koalitionsvertrag haben Grüne und CDU vereinbart, die Medienkompetenz bei allen an Erziehung und Bildung Beteiligten stärken zu wollen - bei den Kindern und Jugendlichen selbst, bei der Qualifizierung von Lehrkräften und im Rahmen der Elternbildung. «Als Verantwortliche für Erziehung sind Eltern Vorbilder im Umgang mit digitalen Medien und sozialen Netzwerken.»
Weiter heißt es dort: «Um negativen Auswirkungen einer erhöhten Nutzung von sozialen Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken, setzen wir uns auf Bundes- und europäischer Ebene für eine wirksame Altersbegrenzung bei Social Media ein.» Auch die Plattform-Betreiber seien in der Verantwortung, eine für Minderjährige sichere und altersgerechte Umgebung zu schaffen.
Ferner plant das Ministerium landesweit einheitliche Regeln für die Nutzung privater Handys in den Schulen, die dort weitgehend verbannt werden sollen. Über Details dazu hatte am Mittwoch zuerst die «Südwest Presse» berichtet.
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