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Entgleister Zug
Polizei: Erdrutsch war wohl Ursache für tödliches Zugunglück bei Riedlingen

Personenzug entgleist in Oberschwaben
Der Zug entgleiste bei Riedlingen im Südosten Baden-Württembergs. Foto: Thomas Warnack
Zugunglück in Baden-Württemberg
Mehr als 40 Menschen wurden den Angaben nach verletzt. Foto: Nico Pointner
Zugunglück in Baden-Württemberg
Ermittler prüfen, ob ein Erdrutsch die Ursache für das Unglück mit mindestens drei Toten sein könnte. Foto: Nico Pointner
Personenzug entgleist in Oberschwaben
Einsatzkräfte versuchen, die Fahrgäste aus dem entgleisten Zug zu retten. Foto: Thomas Warnack
Personenzug entgleist in Oberschwaben
Am Unfallort waren auch mindestens vier Rettungshubschrauber im Einsatz. Foto: Thomas Warnack
Ein Regionalexpress entgleist bei Riedlingen in Baden-Württemberg. Drei Menschen sterben. Nun steht im Fokus, wie das passieren konnte.

Riedlingen. Das tödliche Zugunglück im Südosten Baden-Württembergs ist nach ersten Ermittlungen der Polizei vermutlich durch einen durch Starkregen ausgelösten Erdrutsch verursacht worden. «Das Wasser löste einen Erdrutsch im Böschungsbereich zu den Gleisen hin aus, was wiederum wohl die Entgleisung verursachte», teilten die Ermittler mit. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Es gebe derzeit keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung. Bei dem Unglück starben nach jüngsten Angaben der Ermittler 3 Menschen, mindestens 41 Menschen wurden verletzt.

Starker Regen in der Region

Dem Deutschen Wetterdienst zufolge waren in den frühen Sonntagabendstunden unwetterartige Gewitter über die Region gezogen. Lokal seien in kurzer Zeit 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, sagte Meteorologe Dominik Smieskol in München. Allerdings habe der DWD am genauen Unglücksort keine Messstation, um für dort konkrete Angaben machen zu können.

Neben dem Lokführer und einem weiteren Mitarbeiter der Zuggesellschaft starb auch ein Reisender, wie die Ermittler mitteilten. In dem betroffenen Zug der Linie RE 55 saßen nach früheren Angaben eines Sprechers der Bundespolizei rund 100 Menschen.

Bahnchef und Politiker kommen zum Unfallort

Bahnchef Richard Lutz kündigte an, am Montag nach Riedlingen zu reisen. Er wolle sich ein Bild von der Lage machen und den Einsatzkräften persönlich danken. Auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wollten an die Unfallstelle kommen.

Bahnstrecke ist gesperrt

Wie lange die Bahnstrecke noch gesperrt bleibt, war zunächst unklar. Auf der Internetseite der Bahn informierte der Konzern, dass der Bahnverkehr zwischen Munderkingen und Herbertingen eingestellt sei. Am Montag sollten laut Bahn Ersatzbusse die Fahrgäste in dem Bereich transportieren.

© dpa-infocom, dpa:250727-930-846412/5 (dpa)