1. Startseite
  2. Überregionales
  3. Stuttgart & Südwest
Logo

Mitten am Tag
Männer attackieren Fahrkartenkontrolleure in Pforzheim

Blaulicht
Unbekannte haben zwei Fahrscheinprüfer in Pforzheim attackiert. (Symbolbild) Foto: Katharina Kausche
Heftige Szenen an der Bushaltestelle: Mitten in Pforzheim werden zwei Ticketprüfer attackiert – unter anderem mit Pfefferspray. Nun sucht die Polizei nach den Tätern.

Pforzheim. Unbekannte haben an einer Bushaltestelle in Pforzheim zwei Fahrscheinprüfer mit Pfefferspray und Schlägen attackiert. Die Kontrolleure wurden mit leichten Verletzungen in eine Klinik gebracht, wie die Polizei mitteilte. Der Angriff ereignete sich demnach bereits am Freitagmittag. Zuvor hatten «Pforzheimer Zeitung» und «Bild» berichtet.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wollten insgesamt drei Ticketprüfer vor dem Angriff in einen Bus steigen. Vermutlich, um einer Kontrolle zu entgehen, rannten daraufhin zwei Männer aus dem Fahrzeug und stießen das vor den Türen stehende Kontrollpersonal zu Boden. 

Im weiteren Verlauf gelang es einem der Prüfer demnach, einen Flüchtenden am Bein festzuhalten. Um sich loszureißen, habe dieser dem Kontrolleur ins Gesicht geschlagen. Außerdem habe einer der Unbekannten mehrfach Pfefferspray in Richtung der Fahrkartenkontrolleure gesprüht, hieß es.

Im Internet kursiert eine Videoaufnahme, die die Tat zeigen soll. «Wir gehen davon aus, dass das Video echt ist», sagte ein Polizeisprecher. 

Polizei geht Hinweise nach

Die beiden Angreifer konnten flüchten. Eine Fahndung blieb zunächst ohne Erfolg. Es sei noch niemand festgenommen worden, sagte der Sprecher. Es gebe aber Hinweise. Ermittelt wird ihm zufolge wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Die Polizei sucht Zeugen der Tat.

Die Sicherheit von Zugbegleitern steht nach einem tödlichen Angriff in einem Regionalzug im Februar verstärkt im Fokus. In Rheinland-Pfalz war damals ein 36 Jahre alter Zugbegleiter von einem Fahrgast bei einer Ticketkontrolle mit Faustschlägen gegen den Kopf so schwer verletzt worden, dass er später starb. Die Tat löste bundesweit Entsetzen und eine Debatte über die Sicherheit von Personal im öffentlichen Nahverkehr aus.

© dpa-infocom, dpa:260315-930-820295/1