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Betrunken am Steuer?
Mann und zwei Kinder sterben bei Unfall - Vater vor Gericht

Amtsgericht Freiburg
Bei dem Unfall starben ein 27-Jähriger sowie zwei Mädchen im Alter von sechs und 13 Jahren. (Archivbild) Foto: Katharina Kausche
Eine Autofahrt bei Freiburg endet für eine siebenköpfige Familie in einer Katastrophe. Der Fahrer und Vater soll betrunken gewesen sein - und steht nun vor Gericht.

Freiburg. Etwas mehr als ein Jahr nach einem schweren Autounfall bei Freiburg mit drei Toten beginnt heute (9.00 Uhr) der Prozess vor dem Amtsgericht Freiburg gegen den Fahrer des Wagens. Bei dem 47-Jährigen war nach dem Unfall ein Blutalkoholwert von 1,4 Promille gemessen worden, teilten damals Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Ihm wird daher fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung sowie fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Die siebenköpfige Familie war Anfang Mai 2025 am späten Abend mit ihrem Auto auf der Bundesstraße 3 zwischen Schallstadt und Freiburg unterwegs. Als der 47-Jährige auf einen entlang der B3 liegenden Parkplatz habe fahren wollen, sei er alkoholbedingt und möglicherweise wegen zu hoher Geschwindigkeit von der Spur abgekommen und frontal gegen einen geparkten Lastwagen geprallt. Anschließend fing das Auto Feuer. Zeugen retteten demnach alle sieben Menschen aus dem brennenden Fahrzeug.

Auto war zu voll besetzt

Bei dem Unfall kamen zwei Kinder des Angeklagten sowie sein Neffe ums Leben. Eine sechsjährige Tochter und der 27 Jahre alte Neffe starben noch am Unfallort. Eine 13-jährige Tochter verstarb später im Krankenhaus. Der 47-Jährige, die 34 Jahre alte Mutter sowie ihre zwei Söhne im Alter von drei und sieben Jahren wurden schwer verletzt.

Bei den Ermittlungen nach dem Unfall hat sich herausgestellt, dass zu viele Menschen in dem Wagen waren. Das Fahrzeug sei für lediglich fünf Menschen ausgelegt gewesen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Im Auto waren jedoch sieben Insassen. Vier davon waren demnach die minderjährigen Kinder des Fahrers und der 34-Jährigen.

Wann es in dem Prozess zu einem Urteil kommt, war zunächst unklar.

© dpa-infocom, dpa:260729-930-452570/1