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Ermittlungserfolg
Mutmaßliche Grabräuber durch Spezialkräfte festgenommen

Polizei
Die Polizei hat die mutmaßlichen Grabräuber festgenommen. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Nach monatelanger Fahndung wurden drei Männer wegen zahlreicher Grabschmuck-Diebstähle festgenommen. Zwei sitzen nun in Untersuchungshaft.

Baden-Baden/Köln. Drei Männer sind nach monatelangen Ermittlungen wegen zahlreicher Grabschmuck-Diebstähle in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen festgenommen worden. Zwei von ihnen kamen in U-Haft. Die 35 und 42 Jahre alten Deutschen mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen stehen im Verdacht, für einen Großteil der seit Anfang 2026 angezeigten Diebstähle im Ortenaukreis verantwortlich zu sein, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Baden-Baden sagte. Auch in Nordrhein-Westfalen sollen sie zugeschlagen haben. Aus den erlassenen Haftbefehlen gehen zwei Taten in Baden-Württemberg und eine Tat in NRW hervor.

Womöglich könnten sie aber an noch vielen weiteren Taten beteiligt sein. Allein auf den Friedhöfen in Seebach, Waldulm und Kappelrodeck im Ortenaukreis seien 55 Diebstähle registriert worden. Auch im nördlichen Murgtal sowie im Kinzig- und Renchtal im Südwesten kam es zu Diebstählen und Sachbeschädigungen. Der Schaden wurde zunächst auf 18.000 Euro geschätzt. Es seien Kreuze, Statuen und weitere religiöse Gegenstände aus Metall von Grabstätten gewaltsam herausgebrochen worden.

Verdeckte Ermittlungen

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung, darunter Fotoaufnahmen von Zeugen, identifizierten Ermittler ein verdächtiges Fahrzeug. Eine Ermittlungsgruppe, die auch verdeckte Polizeimaßnahmen ergriff, arbeitete in Abstimmung mit Ermittlern aus Nordrhein-Westfalen an dem Fall.

Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Köln nahmen am Montag drei Männer auf frischer Tat vorläufig fest und stellten dabei Diebesgut sicher. Ein Mann wurde wieder freigelassen. Die beiden anderen kamen am Dienstag in verschiedene Justizvollzugsanstalten. Wie viele weitere Diebstähle auf ihr Konto gehen, werde noch ermittelt.

© dpa-infocom, dpa:260717-930-400227/1