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Brände
Nach Brand von Feuerwehrhaus ist die Solidarität groß

Feuerwehrhaus in Landkreis Esslingen brennt
Es soll ein Schaden von 10 Millionen Euro entstanden sein. Foto: SDMG
Das Feuerwehrhaus ist zerstört, aber Unterensingen hält zusammen: Mit Spenden, schnelle Hilfen und kreative Lösungen will sich die Gemeinde wieder aufrappeln. Was dem Bürgermeister Hoffnung macht.

Unterensingen. Das Feuerwehrhaus ist zerstört, mehrere Fahrzeuge sind verloren, das gesamte Inventar vernichtet. Für die 5.000-Einwohner-Gemeinde Unterensingen im Kreis Esslingen ist der verheerende Brand am Montagabend ein schwerer Schlag. Doch noch während Experten in der Ruine nach der Ursache suchen, erlebt der Ort etwas, das Bürgermeister Robin Schmitt in dieser Lage Mut macht: viel Solidarität.

«Zu sehen, wie die kommunale Familie und die Blaulichtfamilie uns hier unterstützen, das macht den Schmerz erträglicher», sagt der Rathauschef. Der Schaden wird auf rund zehn Millionen Euro geschätzt. «Das ist eine Katastrophe für den Ort», sagt Schmitt, der erst seit rund 100 Tagen im Amt ist. Verletzt wurde niemand.

Feuerwehr bekommt Autos aus dem Umland 

Nun gehe es vor allem darum, die Feuerwehr so schnell wie möglich wieder arbeitsfähig zu machen. Denn nach Polizeiangaben wurden bei dem Feuer mehrere Fahrzeuge, das komplette Inventar und die Gerätschaften im Magazin zerstört.

Hilfe kommt bereits aus der Umgebung. Nach Angaben des Bürgermeisters können mit Unterstützung einer gut vernetzten Unternehmerfamilie Garagen für die Feuerwehr angemietet werden. «Da kriegt man so viele Wagen unter, dass man einsatzfähig ist», sagt er. Mehrere Feuerwehren hätten zudem schon Fahrzeuge angeboten. Auch Schutzkleidung und Ausrüstung müssten neu beschafft werden.

«Das ist gerade eine Krisenfeuerwehr»

Über die Online-Plattform gofundme sind bislang zudem bei einer Spendenaktion fast 7000 Euro zusammengekommen, die Zielmarke liegt bei 11.000 Euro. «Die gesammelten Mittel sollen den Wiederaufbau und die Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit unterstützen», heißt es dazu.

«Das ist gerade eine Krisenfeuerwehr», sagte Schmitt. Trotz der Zerstörung sei Unterensingen jedoch für den Ernstfall abgesichert. «Umliegende Feuerwehren übernehmen dann den Einsatz.»

© dpa-infocom, dpa:260617-930-234630/1