Stuttgart. Es ist die nächste Bewerbung um die Führung der Sozialdemokraten nach der verheerenden Wahlniederlage bei der Landtagswahl: Die Landtagsabgeordnete Dorothea Kliche-Behnke will Landesvorsitzende der SPD in Baden-Württemberg werden. Die 44-Jährige gab ihre Kandidatur am Abend im SPD-Landesvorstand bekannt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Zuvor hatte der SWR berichtet.
Kliche-Behnke ist seit 2021 Abgeordnete im Landtag und vertritt dort den Wahlkreis Tübingen. In der Fraktion war sie bisher für Sozialthemen und Wissenschaft und Forschung zuständig. Seit 2018 ist sie bereits stellvertretende Landesvorsitzende.
Die Sozialdemokraten suchen nach der schweren Wahlschlappe bei der Landtagswahl am 8. März eine neue Führung. Sie kam auf 5,5 Prozent der Stimmen und fuhr damit das schlechteste Wahlergebnis jemals im Südwesten ein. Spitzenkandidat Andreas Stoch hatte noch am Wahlabend seinen Rückzug als Partei- und Fraktionschef angekündigt. An der Fraktionsspitze folgte ihm der bisherige Generalsekretär Sascha Binder nach.
Über die Nachfolge an der Parteispitze sollen die Genossinnen und Genossen bei einem Parteitag am 20. Juni entscheiden. Neben Kliche-Behnkes Kandidatur gibt es auch eine Bewerbung für eine Doppelspitze: Die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori tritt gemeinsam mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Robin Mesarosch aus Sigmaringen an.
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