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Folgen des Sommers
Neue Bäume trotzen Trockenheit - Waldumbau zeigt Wirkung

Trockenheit in Baden-Württemberg
Manche Baumarten kommen besser mit der Trockenheit klar als andere. Foto: Valentin Gensch
Klimaanpassungsfähige Baumarten wie Elsbeere und Hainbuche kommen mit den Extrembedingungen besser zurecht. Was das für die Zukunft des Waldes bedeutet.

Stuttgart. Der Wald in Baden-Württemberg steht unter erheblichem Trocken- und Hitzestress. «Nach einem relativ kühlen und teilweise feuchten Frühjahr 2026 - welches den bereits geschwächten Beständen etwas Erholung brachte - hat sich seit Juni, einerseits durch anhaltende Hitze, andererseits durch extreme Trockenheit, die Situation für den Wald wieder stark zugespitzt», teilte das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart mit. Wegen der Hitze und extremen Trockenheit im Sommer litten große Teile des Landes unter einer außergewöhnlichen Dürre im Gesamtboden. 

«Die Extrembedingungen, die seit einigen Jahren, insbesondere seit 2018 verstärkt auftreten, führen viele Waldbestände an die Belastungsgrenze und darüber hinaus», ordnete das Ministerium ein. Es sei damit zu rechnen, dass Wettersituationen wie 2026 häufiger und auch intensiver auftreten können.

Aktiver Waldumbau bewährt sich

Am stärksten von den Folgen betroffen seien alte Bäume, die in einem kühleren und niederschlagsreicheren Klima aufgewachsen sind und sich daran angepasst haben. «Junge Bestände erscheinen resilienter», hieß es. «Gerade klimaanpassungsfähige Mischbaumarten, die in den letzten Jahren vermehrt gepflanzt oder gefördert wurden und schon einen ausreichenden Wurzelanschluss haben, scheinen sich aktuell gut zu bewähren.» Dazu gehörten Elsbeere, Speierling, Vogelkirsche, Spitzahorn und Hainbuche.

© dpa-infocom, dpa:260824-930-572968/1