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Fußball
Olise bleibt Gesprächsthema bei Bayern-Test in Wiesbaden

SV Wehen Wiesbaden - FC Bayern München
Schickte eine junge Mannschaft ins Spiel: FCB-Trainer Vincent Kompany Foto: Uwe Anspach
SV Wehen Wiesbaden - FC Bayern München
Traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich: Tom Bischof Foto: Uwe Anspach
Die Bayern sind mit einer Niederlage in die Saisonvorbereitung gestartet. Beim 1:2 in Wiesbaden ist aber ein Offensiv-Star Thema, der gar nicht anwesend ist.

Wiesbaden. Offensivkünstler Michael Olise fehlte beim ersten Test des FC Bayern München in der Saisonvorbereitung - und war nach der 1:2-Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden trotzdem eines der großen Gesprächsthemen. Über die Zukunft des französischen Nationalspielers, der wie alle anderen WM-Teilnehmer noch pausieren darf, wurde zuletzt spekuliert - vor allem mit Real Madrid war er in Verbindung gebracht worden.

Beim deutschen Fußball-Rekordmeister ist ein Abgang von Olise, dessen Vertrag bis 2029 läuft, «gar kein Thema», sagte Sportdirektor Christoph Freund. «Wir freuen uns, wenn Michael aus dem Urlaub zurückkommt. Er wird in dieser Saison eine wichtige Rolle beim FC Bayern spielen - wie letztes Jahr auch schon.»

Die FCB-Verantwortlichen erklärten Olise schon in der Vergangenheit für unverkäuflich und auch Real Madrid hatte eine Kontaktaufnahme zuletzt bestritten. Der 25-Jährige scheint seinen Urlaub indes zu genießen. Zuletzt zeigte ihn ein Instagram-Video bei einem Freizeitkick auf einem Bolzplatz in New York - in Socken.

Talente im Rampenlicht

Im Rampenlicht standen in Wiesbaden vor 12.000 Zuschauern fast ausschließlich Nachwuchskräfte - vor allem in der ersten Halbzeit. Zu Gast waren die Bayern in der Brita Arena anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums der Hessen. 

Der Altersschnitt der FCB-Startelf lag nach Clubangaben bei nicht einmal 18 Jahren. Aber auch die erfahreneren Leihrückkehrer Sacha Boey und João Palhinha, die als Wechselkandidaten gelten, gehörten zum Kader. 

«Sie werden in unserer Planung keine große Rolle mehr spielen», sagte Freund. «Es sind gute Spieler, sie trainieren ordentlich. Aber der Plan ist, dass sie den nächsten Schritt woanders gehen.» Zwar bevorzugen die Bayern einen Verkauf des Duos, aber auch eine erneute Leihe könne nicht ausgeschlossen werden, so Freund. Palhinha selbst zeigte sich indes kämpferisch und kündigte an, sich beim FC Bayern behaupten zu wollen.

Die Treffer für die Gastgeber erzielten Ibrahim Ati Allah (10. Minute) und Lukas Schleimer (83.). Tom Bischof hatte zwischenzeitlich per Foulelfmeter ausgeglichen (57.).

«Es war ein erster Test nach einer Woche, in der wir mit einer sehr großen Gruppe trainiert haben. Viele junge Spieler waren dabei und wichtig war, dass sich keiner verletzt hat», sagte Freund, der von einem «guten Reinkommen» sprach.

Gute Erinnerungen an Wiesbaden

Nach der Leistungsdiagnostik und dem Trainingsauftakt zu Wochenbeginn stand nach vier Einheiten an der Säbener Straße nun der erste Test auf dem Programm. Damit kehrten die Münchner an den Ort zurück, an dem sie in der Vorsaison ihren Triumphzug im DFB-Pokal mit einem 3:2 in der ersten Runde begonnen hatten. 

Die Abstimmungsprobleme der jungen Truppe machten sich deutlich bemerkbar. Zudem war den Gastgebern anzumerken, dass sie bereits am 8. August gegen Preußen Münster in die neue Saison starten. Die Bayern fanden zunächst nur selten Räume gegen das frühe Pressing der Wiesbadener. 

Zur zweiten Halbzeit wechselten beide Mannschaften bei hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30 Grad kräftig durch. Die Münchner fanden nun besser ins Spiel und verdienten sich den zwischenzeitlichen Ausgleich, der allerdings nicht bis zum Schluss Bestand hatte.

Auf die Bayern wartet am 22. August mit dem Supercup gegen Borussia Dortmund die erste Pflichtaufgabe. Am Montag fahren sie ins Trainingslager an den Tegernsee. Einige Talente dürfen sich auch dort zeigen, sagte Freund:
«Für die Jungs war es jetzt schon etwas Besonderes, aber sie haben auch noch Schritte zu gehen. Der eine oder andere wird natürlich dabei sein, weil wir noch nicht vollständig sind, und sich hoffentlich zeigen.»

© dpa-infocom, dpa:260726-930-439293/1