Friedrichshafen/Lindau. Nach dem Zusammenprall einer Regionalbahn mit einem Bootsanhänger geht die Polizei davon aus, dass der Anhänger absichtlich auf den Gleisen abgestellt wurde. Es muss «eine erhebliche Anstrengung» notwendig gewesen sein, um den Anhänger auf den Schienen zu platzieren, wie es in einer Mitteilung der Bundespolizei heißt. Der Anhänger sei von seinem Besitzer korrekt in einer Parkbucht in der Nähe der Gleise abgestellt worden. Die Polizei ermittelt nun wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Feuerwehr schneidet Anhänger unter Zug heraus
Der Zugfahrer hatte kurz nach Ausfahrt aus dem Bahnhof Friedrichshafen Ost - auf freier Strecke - in Richtung Lindau einen Gegenstand auf den Gleisen bemerkt. Der Zug war bereits mit 110 Kilometern pro Stunde unterwegs, als der Lokführer die Schnellbremsung einleitete. Einen Aufprall konnte er in der Nacht zu Sonntag nicht mehr verhindern.
Zum Zeitpunkt des Unfalls waren 24 Passagiere an Bord des Zuges. Sie wurden aus dem Zug gebracht und konnten mit einem Bus weiterfahren. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr schnitt den unter dem Triebwagen verkeilten Anhänger heraus. Anschließend sei der Zug zunächst zum nächstgelegenen Bahnhof und schließlich in eine Wartungshalle gefahren.
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