Leonberg/Marbach. Mit rund 200 Kilometern pro Stunde soll ein Autofahrer vor der Polizei geflüchtet sein und dabei auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben. Als die Beamten ihn zu Hause aufsuchten, sollen der 24-Jährige und seine Familie dann auf die Polizisten losgegangen sein, wie die Ermittler mitteilten. Zwei Beamte seien dabei leicht verletzt worden.
Einer Zivilstreife war der 24-Jährige demnach am frühen Montagmorgen in Leonberg (Kreis Böblingen) aufgefallen, weil er deutlich zu schnell unterwegs gewesen war und sie nahm die Verfolgung auf. Als die Beamten mit Blaulicht und Martinshorn auf sich aufmerksam gemacht hätten, habe der Autofahrer erneut auf vermutlich mehr als 200 km/h beschleunigt und die Polizisten hätten die Verfolgung schließlich aufgrund der risikoreichen Fahrweise des Mannes abgebrochen.
Knapp zwei Stunden später wollte die Polizei den 24-Jährigen laut Mitteilung in Marbach am Neckar (Kreis Ludwigsburg) zur Rede stellen, doch Familienangehörige stellten sich ihnen in den Weg. Als die Beamten schließlich Handy und Führerschein des Mannes beschlagnahmen wollten, hätten der 24-Jährige sowie zwei Angehörige im Alter von 32 und 67 Jahren die Polizeibeamten angegriffen. Einem Polizisten wurde demnach ins Gesicht geschlagen und er wurde umgerissen, während ein 29-jähriger Angehöriger den Einsatz mit seinem Handy gefilmt habe.
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