Ludwigsburg. Nach den Schüssen und dem Brandanschlag auf eine Securityfirma in Ludwigsburg geht die Polizei nicht von einem höheren Sicherheitsrisiko für die Menschen in der Stadt aus. Die Ermittler gingen in diesen beiden und früheren Fällen der Ermittlungsgruppe «Frost» von zielgerichteten Aktionen aus, bei denen Unbeteiligte nicht im Fokus standen. «Es handelt sich nicht um Gewalttaten, bei denen wahllos Unbeteiligte ins Fadenkreuz genommen wurden», teilte die Polizei mit.
Allerdings könne bei Schüssen in der Öffentlichkeit nie vollständig ausgeschlossen werden, dass ein Geschoss sein Ziel verfehle. Das Sicherheitsrisiko für die Bürger im Umfeld des betroffenen Gebäudes schätze man aber nicht höher ein als an anderen Stellen in der Stadt, so die Ermittler.
Erst Anfang der Woche war auf ein Gebäude in Ludwigsburg ein Brandanschlag verübt worden, eine Nacht später wurde auf den Firmensitz eines Sicherheitsunternehmens auch noch geschossen.
Die Polizei untersucht mögliche Zusammenhänge mit anderen Vorfällen im Großraum Ludwigsburg im vergangenen Jahr. Im Fokus der Ermittlungsgruppe «Frost» stand bisher unter anderem ein Anschlag auf einen Security-Mitarbeiter in Tamm (Kreis Ludwigsburg) im Mai. Der damals 23 Jahre alte Mann war durch Schüsse verletzt worden. Fünf Monate später wurden zwei Männer aus den Niederlanden verhaftet. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes ermittelt.
Nicht ausgeschlossen ist, dass die Schüsse von Tamm zu einer ganzen Reihe von Taten gehören. Denn die Ermittlungskommission «Frost» versucht nicht nur, bei dem Anschlag Licht ins Dunkel zu bringen, sie ermittelt auch nach einem Autobrand in Bietigheim-Bissingen am 4. Mai und Schüssen in Ludwigsburg eine Woche zuvor, bei denen niemand verletzt worden war.
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