Stuttgart. Im neuen Landtag von Baden-Württemberg liegt der Frauenanteil laut vorläufigem Endergebnis bei 33,8 Prozent. Von 157 Abgeordneten sind demnach 53 Frauen. Damit ist der Anteil nur minimal gestiegen im Vergleich zum Ende der vergangenen Legislaturperiode. Zuletzt hatte der Landtag einen Frauenanteil von knapp 33 Prozent angegeben.
Dabei war ein zentrales Ziel der Wahlrechtsreform in der vergangenen Legislaturperiode gewesen, den Frauenanteil deutlich zu steigern. Bis zur Landtagswahl im Jahr 2021 stellten die Parteien ihre Kandidaten vor allem in den Wahlkreisen auf. Kritiker monierten, an der Basis vor Ort setzten sich oft die «Platzhirsche» durch – also Männer.
Mit dem neuen Wahlrecht erhielten die Landesparteien mehr Einfluss auf die Kandidatenauswahl über die Aufstellung der Landeslisten. Das sollte es erleichtern, Frauen gezielt auf aussichtsreiche Plätze zu bringen. Über viele Jahre bildete der Landtag von Baden-Württemberg beim Frauenanteil das Schlusslicht unter den Landesparlamenten.
Frauenanteile in den Fraktionen sehr unterschiedlich
Letztlich ist es so, dass die Frauenanteile in den einzelnen Fraktionen sehr unterschiedlich sind: Während bei den Grünen und der SPD die Hälfte der Abgeordneten Frauen sind, sind es bei der CDU nur 28,6 Prozent - also deutlich weniger als ein Drittel. Bei der AfD sind sogar nur vier der 35 Abgeordneten weiblich (11,4 Prozent).
Die Grünen haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg am Sonntag gewonnen. Mit 30,2 Prozent der Zweitstimmen landeten sie laut vorläufigem Endergebnis knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in der Nacht mitteilte. Über Monate hatte die CDU in Umfragen deutlich vor den Grünen gelegen, der Abstand war erst kurz vor der Wahl stark geschmolzen.
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