Mannheim. Der Sparkurs beim Industriedienstleister Bilfinger zeigt Wirkung. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Unternehmenswert (Ebita) stieg im zweiten Quartal um 4 Prozent auf 77 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Mannheim mitteilte.
Es bekommt jedoch weiter die Zurückhaltung der Kunden wegen des Konflikts am Persischen Golf zu spüren. «Unser Marktumfeld war im zweiten Quartal von geopolitischer Unsicherheit geprägt», sagte Unternehmenschef Thomas Schulz. Der Vorstand rechne aber für die zweite Jahreshälfte mit einer Belebung der Nachfrage.
Im zweiten Quartal legte der Umsatz um sieben Prozent auf 1,45 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang schrumpfte indes um 16 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich legte der Gewinn dank einer günstigeren Steuerquote um 14 Prozent auf 54 Millionen Euro zu.
Der Konzern verdient sein Geld insbesondere mit Planung, Bau, Wartung und Modernisierung von Industrieanlagen und Kraftwerken - zum Beispiel in den Bereichen Chemie, Energie, Pharma sowie Öl und Gas. Außerdem bietet das Unternehmen Dienstleistungen wie Effizienzsteigerung und technische Beratung an, damit Anlagen sicherer, günstiger und nachhaltiger betrieben werden können. Die Wurzeln von Bilfinger liegen in der Bauwirtschaft.
© dpa-infocom, dpa:260812-930-517308/1
