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Trainer Eichner verlässt Karlsruher SC im Sommer

Christian Eichner
Trainer Christian Eichner verlässt den KSC im Sommer. (Archivbild) Foto: Daniel Löb
Nach dieser Saison ist für Chefcoach Christian Eichner Schluss in Karlsruhe. Die Badener erhoffen sich «neue Impulse». Über den Nachfolger wird schon spekuliert.

Karlsruhe. Trainer Christian Eichner verlässt den Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC nach dieser Saison. Dies sei das Ergebnis mehrerer Gespräche, teilten die Badener mit. Der Beirat des Clubs habe der Entscheidung am Dienstagabend zugestimmt, hieß es. Zuvor hatten bereits mehrere Medien über die bevorstehende Trennung berichtet. Eichner verlässt den KSC nach mehr als sechs Jahren als Chefcoach - und trotz eines bis 2027 laufenden Vertrags. 

Den KSC als stabilen Zweitligisten etabliert

Mit dem kommenden Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Freitag (18.30 Uhr) beginnt die Abschiedstournee des 43-Jährigen im Wildpark. Anschließend bestreitet der Tabellenneunte noch fünf weitere Partien unter Eichner. 

Der Ex-Profi war im Februar 2020 auf den früheren Karlsruher Trainer Alois Schwartz gefolgt. Er bewahrte seinen Herzensclub damals vor dem Abstieg und etablierte ihn in den darauffolgenden Jahren als stabilen Zweitligisten. Eichner musste sich aber auch immer wieder dem Sparkurs anpassen, den sich die Badener auferlegt hatten. Als möglicher Nachfolger wurde zuletzt schon Tobias Strobl vom überraschend starken Drittligisten SC Verl gehandelt.

Sportchef: Zeit für neue Impulse

Über die Bedeutung von Eichner für den KSC gebe es keine zwei Meinungen, sagte Sportgeschäftsführer Mario Eggimann. «Christian hat sich über die Jahre durch gute Arbeit und Hingabe zu einem Aushängeschild unseres Clubs entwickelt», erklärte der Schweizer. Über die Zeit sei jedoch «der Eindruck gereift und hat sich immer weiter verfestigt, dass wir nach sechseinhalb Jahren gemeinsamer Arbeit einen Punkt in der Entwicklung erreicht haben, an dem wir für die Zukunft neue Impulse setzen wollen».

Verein und Mannschaft seien «etwas ganz Besonderes» für ihn, sagte Eichner. «Dementsprechend ist mir die Arbeit extrem ans Herz gewachsen, umso mehr als wir auch schwierige Phasen immer wieder gemeinsam mit viel Einsatz, Leidenschaft und Zusammenhalt bewältigt haben.» Diese Tugenden wolle er auch noch einmal in seinen letzten Wochen im Wildpark besonders wecken.

© dpa-infocom, dpa:260408-930-918007/2