Ludwigsburg/Mannheim. Die Täter locken ihre Opfer unter einem Vorwand dicht an ihr Auto, entreißen ihnen ihre Halskette - oder tauschen den Schmuck unbemerkt aus: Diese Masche ist in den vergangenen Tagen bei mehreren Trickdiebstählen im Südwesten aufgefallen. Unter anderem in Ludwigsburg und Pforzheim gab es in dieser Woche Fälle, die nach diesem Schema abliefen.
Ketten entrissen oder getauscht
Am Donnerstag war nach Angaben der Polizei ein 71-jähriger zu Fuß in Ludwigsburg unterwegs, als er von einem Paar in einem Auto nach dem Weg gefragt wurde. Um die Frau auf der Beifahrerseite besser zu verstehen, habe der Mann sich vorgebeugt. Daraufhin entriss die Frau dem Mann seine Halskette und das Auto fuhr davon, wie die Polizei schildert. Der Wert der erbeuteten Kette werde auf mehrere Tausend Euro geschätzt.
Ähnlich erging es einer Frau in Pforzheim: Am Mittwoch fragte ein 34-Jähriger sie nach dem Weg und schenkte ihr laut Polizei zum Dank eine Halskette und einen Ring. Als der Mann davonfuhr, habe die Frau festgestellt, dass ihre eigene Kette fehlte. Diesen Täter konnte die Polizei nach einer Verfolgungsfahrt stellen.
In Ludwigsburg gab es in der jüngsten Vergangenheit mehrere solcher Vorfälle, wie eine Sprecherin mitteilte. In Pforzheim wisse die Polizei von mindestens drei solcher Trickdiebstähle.
Kein neues Phänomen
Die Masche «tritt sporadisch in Erscheinung und ist nur eine Ausprägung des sogenannten Trickdiebstahls», teilte die Polizei Mannheim mit. Neu sei diese Vorgehensweise aber nicht. Eine Sprecherin der Polizei Ludwigsburg meinte, dass das Phänomen immer mal wieder in Wellen auftrete.
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